Mo, 21. Mai 2018

"Flaute" in Salzburg

25.09.2008 16:06

1:3 - Fleck auf Fodas Trainerweste bleibt

Ausgerechnet gegen Sturm Graz ist Österreichs Vizemeister Red Bull Salzburg auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Die Elf von Coach Co Adriaanse feierte im EM-Stadion Wals-Siezenheim vor 11.500 Zuschauern einen klaren 3:1 (2:1)-Heimsieg, den bereits siebenten vor eigenem Publikum in Serie (Torverhältnis 20:2). Die Salzburger überholten damit die Grazer und liegen nur mehr drei Zähler hinter Tabellenführer Austria (2:1 gegen Altach) und zwei Zähler hinter Meister Rapid auf Rang drei.

Die Fans hatten vor der Partie ein Transparent mit der Aufschrift "Co, gib ihnen die Spielfreude wieder zurück!" entrollt. Und die topmotivierte Adriaanse-Elf (u.a. ohne Zickler, Tchoyi und Öbster) versöhnte ihre Anhänger für die zuletzt schwachen Auswärtsauftritte vor den Augen von Club-Boss Didi Mateschitz mit einer starken Leistung von der ersten Minute an. Nach einer Leitgeb-Flanke konnte sich ÖFB-Teamstürmer Marc Janko den Ball zwischen Sonnleitner und Feldhofer seelenruhig mit der Brust herunternehmen und an Sturms Bundesliga-Debütant Martin Kobras vorbei zum 1:0 ins lange Eck einschießen (5.).

Kobras durfte trotzdem glänzen
Elf Minuten später konnte der 22-jährige Sturm-Schlussmann dann sein Talent unter Beweis stellen, indem er nach einem Janocko-Idealzuspiel zweimal gegen Leitgeb sensationell hielt (16.). Wie aus dem Nichts kamen die Grazer, die sich am Samstag mit 2:2 im Heimspiel von den "Bullen" getrennt hatten, mit der einzigen gefährlichen Aktion vor der Pause zum 1:1. Nach einem Haas-Freistoß wurde der aufgerückte Feldhofer von der Salzburg-Abwehr völlig alleine gelassen und konnte seelenruhig mit einem Volleyschuss aus kurzer Distanz ausgleichen (28.).

"Guter Zeitpunkt" für einen Elfer (40.)
Kurz vor der Pause erhöhten die aggressiven und laufstarken Mozartstädter dann nochmals den Druck und schnürten die Grazer in der eigenen Hälfte ein. Janocko wurde nach einer schönen Aktion im Strafraum von Feldhofer gelegt und Janko verwandelte den von Schiedsrichter Fritz Stuchlik verhängten Elfmeter sicher zum 2:1 (40.). Für den ÖFB-Stürmer war es bereits der zehnte Saisontreffer. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hätte Bodnar noch fast auf 3:1 erhöht, sein Schuss ging aber knapp am langen Eck vorbei.

"Bullen" ließen nichts mehr anbrennen
Nach der Pause sorgten die Salzburger für die schnelle Vorentscheidung. Einen fast 40-Meter-Wechselpass von Bodnar übernahm Jezek vom linken Strafraumeck direkt und der Ball senkte sich über dem völlig überraschten Kobras hinweg genau ins lange Eck (48.). Danach gingen die "Bullen" nicht mehr mit demselben Elan wie vor der Pause zu Werke, hatten die Partie aber ständig unter Kontrolle.

Nur eine echte Sturm-Chance
Die Foda-Elf, die weiterhin seit dem 17. Juli 2002 auf einen vollen Erfolg in Salzburg wartet und in zwölf Partien nur einen Punkt geholt hat, kam nur zu einer Großchance. Beichler traf nach einem Missverständnis zwischen Goalie Ochs und Sekagya nur die Stange (60.). Die besseren Möglichkeiten hatten aber die Hausherren, die das Torverhältnis noch aufbessern hätten können.

Jezek setzte einen Schuss, nach einem Ausflug von Sturm-Tormann Kobras, neben das leere Tor (60.) und traf wenig später nur die Stange (72.). Zudem schoss der starke Janocko nach einer schönen Kombination aus rund elf Metern am langen Eck vorbei (88.). Janko, für den Nelisse eingewechselt wurde, war nach 75 Minuten mit Standing Ovations von den Salzburger Fans verabschiedet worden.

Fußball-tipp3-Bundesliga (10. Runde): Red Bull Salzburg - SK Puntigamer Sturm Graz 3:1 (2:1). Stadion Wals-Siezenheim, 11.500 Zuschauer, SR Stuchlik.
Torfolge: 1:0 (5.) Janko, 1:1 (28.) Feldhofer, 2:1 (40.) Janko (Foulelfmeter), 3:1 (48.) Jezek.
Salzburg: Ochs - Bodnar, Sekagya, Opdam, Gercaliu - Kovac, Leitgeb (78. Aufhauser) - Ngwat-Mahop (83. Vonlanthen), Janocko, Jezek - Janko (75. Nelisse).
Sturm: Kobras - Schaschiaschwili (50. Lamotte), Feldhofer,
Sonnleitner, Kandelaki - Hölzl, Kienzl, Hlinka (83. S. Foda),
Beichler - Muratovic, Haas (73. Jantscher).
Gelbe Karten: Gercaliu, Leitgeb bzw. Shashiashvili, Feldhofer.

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