So, 25. Februar 2018

Für 57 Mio. Euro:

23.09.2008 11:25

St. Marx bekommt bombastisches Medienzentrum

Bis 2010 baut Wien auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes in St. Marx ein gigantisches Medienzentrum. Ein 500 Quadratmeter großes und 14 Meter hohes TV-Studio bildet den Kern des bombastischen „Media Quater“, die Betreiber der Rosenhügelstudios überlegen schon den Umzug nach St. Marx. Der Bau verschlingt insgesamt 57 Millionen Euro. Jetzt wurde der Grundstein gelegt.

Neben dem gewaltigen Studio sind Räume für die Nachbearbeitung und die Regie geplant. Auch ein Mediencluster für Kreative aus allen Sparten soll Realität werden. Es gebe bereits konkrete Gespräche mit sogenannten Ankermietern, für die man maßgeschneiderte Angebote bieten wolle, betonte Claus Hofer vom Zentrum für Innovation und Technologie (ZIT), das gemeinsam mit dem privaten VBM-Beteiligungsmanagement die Errichtungsgesellschaft trägt. Namen könne man derzeit jedoch noch nicht nennen, so der ZIT-Geschäftsführer.

Ein möglicher Mieter könnte die "Filmstadt-Wien Studiogesellschaft m.b.H." unter der Führung des Produzenten Kurt Mrkvicka sein, die derzeit die Wiener Rosenhügelstudios vom ORF gemietet hat. Dieser Vertrag laufe noch bis 2014, unterstrich der bei der Grundsteinlegung anwesende Mrkvicka. Man lote derzeit aus, welche Kooperationsmöglichkeiten es gäbe, wobei eine Entscheidung in den kommenden zwei Jahren fallen müsse. Es sei jedenfalls alles in Bewegung, und "offengestanden halte ich zwei große Medienstandorte in Österreich für nicht zielführend."

Die ebenfalls erschienene SP-Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner unterstrich, dass das "Media Quarter Marx" eine gezielte Investition sei, um die Medien als Kernsektor in Wien zu positionieren. Bereits seit 2004 existiert auf dem Nachbargrundstück ein 2.200 Quadratmeter großes Medienzentrum mit sieben Studios. Hier werden täglich 40 Stunden Fernsehen produziert. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe findet sich die sanierte, denkmalgeschützte Rinderhalle. Ein Betreiber für den 114 Meter breiten und 175 Meter langen Bau ist noch nicht gefunden.Das Ende der nebenliegenden Fleischhalle ist besiegelt: Die künftige Nutzung nach dem Abriss ist aber weiter ungewiss.

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