Mi, 21. Februar 2018

Gemischte Gefühle

23.09.2008 20:45

Optimismus, ein Rekord und eine böse Pleite

In der UPC-Arena hat man am Ende - nach der Punkteteilung zwischen Sturm und Salzburg (siehe Infobox) - doch noch zufriedene Gesichter bei den Grazern gesehen, die hinter den beiden Wiener Vereinen nun Dritter sind. Dafür gab's finstere Mienen beim Vizemeister. Co Adriaanses Bullen waren durch Louis Ngwat-Mahop (25.) und Teamstürmer Marc Janko (68.) zweimal in Führung gelegen, doch Daniel Beichlers Last-Minute-Treffer (94.) hatte ihnen den Sieg entrissen.

Bereits im UEFA-Cup gegen Sevilla am Donnerstag hatte man ein spätes Tor zum 0:2-Endstand kassiert. Adriaanse hielt fest: "Wir hatten heute wieder kein Glück. Eine Qualität der Mannschaft wäre aber auch, das nicht mehr aus der Hand zu geben." Janko, mit acht Treffern zum alleinigen Führenden der Torschützenliste aufgestiegen, war "fuchsteufelswild". "Das darf nicht passieren. Ich weiß nicht, woher die vier Minuten Nachspielzeit gekommen sind." Dass der Job seines Coachs nun in Gefahr sei, bestritt der 1,96-Meter-Mann: "Bei uns steht der Trainer nicht infrage. Alles andere will ich nicht kommentieren."

Sturm: "Wir punkten in Salzburg" 
Sturms "Retter" Beichler trauerte den Topchancen seiner Mannschaft in der ersten Hälfte nach. "Dann haben wir aber aufgehört, Fußball zu spielen. Es war zwar ein glückliches, aber verdientes Unentschieden", erklärte der Youngster. Mario Haas sorgte mit seinem 125. Bundesliga-Treffer (28.) für das zwischenzeitliche 1:1 und avancierte zum alleinigen Sturm-Rekordtorschützen vor Ivica Vastic. Der 34-Jährige meinte: "Auf der Leistung der ersten Halbzeit können wir aufbauen." Sowohl Haas als auch Trainer Franco Foda gaben sich kämpferisch und kündigten an, auch am Mittwoch in Salzburg zu punkten. Foda lobte seine Mannschaft und zog nach dem ersten Meisterschaftsviertel Bilanz: "Keiner hat damit gerechnet, dass wir nach neun Runden 17 Punkte haben."

Höchste KSV-Pleite im Oberhaus seit 1967
Mit dem 6:0 gegen Kapfenberg feierte Austria Kärnten den höchsten Bundesliga-Sieg (siehe Infobox) seit Vereinsgründung und Übernahme der Pasching-Lizenz vor zwei Jahren. Nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg in Folge ist man nun schon fünf Partien in Serie ungeschlagen. Der Aufsteiger aus der Steiermark bezog hingegen seine höchste Oberhaus-Niederlage seit dem Frühjahr 1967 (1:8 in Dornbach beim Wr. Sportclub). Der Brasilianer Adi stellte mit einem lupenreinen Hattrick in den ersten 45 Minuten die Weichen in einer Partie, die anfangs auf des Messers Schneide gestanden war. Kärnten-Kapitän Manuel Weber analysierte: "Heute ist uns vieles aufgegangen, am Anfang haben wir bei einem Lattenschuss Glück gehabt. Jetzt erwarten am Mittwoch (Anm.: Spiel in Kapfenberg) aber viele wieder ein Feuerwerk." Tormann Andreas Schranz warnte: "Wir dürfen nicht lockerlassen und glauben, wir sind die Helden der Liga." Beim zur Halbzeit ausgetauschten Zlatko Junuzovic wurde eine Seitenbandverletzung wieder akut.

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