Sa, 26. Mai 2018

Topinambur

21.01.2009 15:51

Die tolle Schlankmacher-Knolle

Topinambur ist eine Pflanze, die früher als Armeleuteessen galt, inzwischen aber als Wunderwaffe gegen ungeliebte Fettpölsterchen und wegen anderer gesundheitsfördernder Wirkungen eine wahre Renaissance erlebt. Wir verraten dir, warum die Indianerknolle so gesund ist.

Die Topinambur-Knollen, die aussehen wie eine Kreuzung aus Erdäpfeln und Ingwer, enthalten sehr viele Vitamine, Mineralstoffe Spurenelemente, Enzyme, Phytochemikalien und essenzielle Aminosäuren. Menschen, die Topinambur in ihre Ernährung einbauen, empfinden weniger Stress  und verbessern das Allgemeinbefinden, weil Leber, Nieren, Darm und Herz  besser funktionieren.

Für Menschen, die abnehmen wollen oder einfach nur ab und zu ein Schlankmacher-Gemüse in ihren Speiseplan einbauen wollen, sind die Knollen aber wegen eines ganz besonderen Inhaltsstoffes wertvoll: dem Inulin. Dieser Ballaststoff regt die Verdauung an, senkt den Cholesterinspiegel, sorgt für eine gesunde Darmflora und soll sogar vor Dickdarmkrebs schützen.

Wenig Kalorien, dafür viele Quellstoffe
Die Tatsache, dass 100 Gramm frisches Topinambur nur 20 Kalorien haben, zu 80 % aus Wasser und zu etwa 15 %  aus unverdaulichen Ballaststoffen bestehen, macht das Gemüse zu einem echten Helfer beim Abnehmen. Außerdem haben die Knollen einen geringen Fettanteil. Auch Diabetiker profitieren von dieser Pflanze, da das Inulin und andere in der Topinambur enthaltene Kohlenhydrate kaum einen Blutzuckeranstieg auslösen. Sie wird deshalb oft auch Diabetikerknolle genannt.

Topinambur reduziert die Energiezufuhr
Prof. Dr. Günter Bärwald schreibt in seinem Ratgeber „Gesund abnehmen mit Topinambur“, dass, wer täglich 1 kg frische Topinamburknollen oder die daraus gefertigten Produkte (zum Beispiel 750 ml Topinambursaft oder 200 g Topinamburpulver) verzehrt, automatisch abnimmt, denn es stellt sich kein besonderes Hungergefühl mehr ein, so dass der Mensch weniger isst und seine Energiezufuhr reduziert.

Das musst du beachten
Wer noch nie Topinambur verzehrt hat, warnt Bärwald aber, muss sich an seine „fremden“ Eigenschaften erst gewöhnen: Es kann in der ersten Zeit zu Blähungen kommen, weil sich die Darmbakterien auf das neuartige Ballaststoffangebot einstellen müssen, und auch der Geschmack ist möglicherweise zuerst  unerwartet.

Vorsicht ist geboten, wenn man Fruktose in größeren Mengen nicht verträgt. Allergische Reaktionen auf Topinambur sind aber nicht zu befürchten.

Zubereitung von Topinambur
Topinambur kann roh oder gegart, mit oder ohne Schale gegessen werden. Wichtig ist, die Knollen gründlich zu waschen und abzubürsten, damit anhaftende Bodenbakterien entfernt werden. Auch ein kurzes Blanchieren ist empfehlenswert. Roh werden die Knollen meistens geraspelt oder gehobelt. Um eine Verfärbung zu verhindern, träufelt man Zitronensaft darauf. Gekocht werden die Knollen ansonsten wie Kartoffeln und genau wie sie zu Püree-Gerichten, Gemüsebeilagen oder Suppen verarbeitet. Tolle Rezepte findest du in der Infobox.

Buchtipp: Der Ratgeber „Gesund abnehmen mit Topinambur“ von Prof. Dr. Günter Bärwald ist beim Trias-Verlag erschienen (Bestellung siehe Infobox).

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