So, 21. Jänner 2018

'Mission Impossible'

18.09.2008 13:46

Dreister Einbrecher gibt sich als Geheimagent aus

Im Stil von „Mission Impossible“ oder „James Bond“ hat ein Einbrecher versucht, in ein Museum in Knoxville/Tennessee einzubrechen – allerdings mit weniger Erfolg als im Kinofilm. Er blieb in einem Luftschacht stecken und musste notgedrungen per Handy die Polizei rufen. Den Sheriffs tischte er dann ein beeindruckendes Märchen auf: Er sei ein Geheimagent mit dem Auftrag, einen Atomsprengkopf zu entschärfen.

Diesen Beutezug hatte sich Richard Anthony Smith wohl anders vorgestellt: Der 25-Jährige stieg über das Dach in das Knoxville Museum of Art ein und wollte über einen Luftschacht in das Innere des Gebäudes gelangen. Im Schacht war aber bereits Ende der Fahnenstange: Der ungeübte Einbrecher verkeilte sich, ihm blieb keine andere Wahl als der 911-Notruf.

Polizei und Feuerwehr kamen über das Dach des Museums und fanden dort ein Kabel und ein Seil, das zu dem von Smith beschriebenen Schacht führte. Rund 13 Meter unterhalb des Daches fanden die Beamten den Mann und konnten ihn aus seiner misslichen Lage befreien. Als der verhinderte Dieb die Polizisten sah, sagte er nur: „Mission gescheitert.“

Das war der Einstieg in eine grandiose Räuberpistole. Smith log, dass sich die Wände des Knoxville Museum of Art bogen: Er sei im Auftrag der „United States Illuminati“ unterwegs und solle einen russischen Nuklearsprengkopf mit der Bezeichnung „MERV6SS-22AN“ entschärfen, der sich in einer blauen Plastik-Kuh im Erdgeschoss des Gebäudes befände. Er sei mit einem Hubschrauber am Dach des Museum abgesetzt worden und wollte über den Luftschacht einsteigen, berichtete Smith der Polizei weiter. Dann aber der entscheidende Fehler seiner „Agency“: Als der „Agent“ schon im Schacht hing, will er erfahren haben, dass der Sprengkopf nicht in Knoxville, sondern in Memphis deponiert sei.

Die vorläufig letzte Reise führte den „Geheimagenten“ Smith ins Gefängnis von Knox County. Immer noch besser, als im Luftschacht zu verhungern. „Zum Glück konnte Smith sein Handy erreichen, sonst wäre er einige Zeit lang festgesteckt“, sagte Polizeisprecher Darrell DeBusk nach der Festnahme.

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