Mi, 23. Mai 2018

Grüner Aufschrei

19.09.2008 18:58

Zu wenig Umwelt und "spätere" Belohnung

Den bisher "inhaltsleersten Wahlkampf, in dem elendslang über Luxuslebensmittel diskutiert wurde", will die Grünen-Vizechefin Eva Glawischnig (Bild) mit einem am Donnerstag in Graz vorgestellten Umweltprogramm beleben. Zentrale Punkte des mit 320 Maßnahmen dicker als das Grüne Wahlprogramm ausgefallenen Konvoluts: Ein starkes Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Zielen und Konsequenzen sowie ein Umwelt-Superministerium statt eines "Anhängsels der Agrarpolitik".

Die Grünen hadern damit, dass die Umweltthemen im Wahlkampf kaum wahrnehmbar sind, auch wenn diese von ihnen eingebracht und mit Bereichen wie Energie und Verkehr unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit verquickt werden. "Was wir versprechen, ist das Geld später und nicht gleich", versuchte die Grazer Vizebürgermeisterin Lisa Rücker ("Ich habe ein grünes Traumressort") zu erklären, warum vorgeschlagene Initiativen wie die vom Kärntner Spitzenkandidaten Matthias Köchl präsentierte "Ölkessel raus" - 50 Prozent Förderung, 50 Refinanzierung durch Einsparung - schwerer kommunizierbar seien.

Christiane Brunner, Spitzenkandidatin im Burgenland und auch im Umwelt-Kompetenzteams der Grünen, nutzte die Gelegenheit, um mit der Ablehnung der S7 durch die Oststeiermark und das Südburgenland die Forderung nach einem - in der politischen Diskussionspraxis dann doch immer wieder relativierten - Straßenbau-Moratorium in den Vordergrund zu stellen.

"Ökowirtschaft statt Turbokapitalismus"
Der steirische Spitzenkandidat Abg. Werner Kogler sprach sich generell für "Ökowirtschaft statt Turbokapitalismus" aus und propagierte einmal mehr die Energiewende weg vom Öl hin zu heimischen regenerierbaren Energieträgern, zumal es doch besser wäre, "der Rubel rollt in der Region als in Moskau beim Putin".

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