Di, 22. Mai 2018

Freude im Alltag

21.01.2009 15:52

Gib deinem Glück einen Landeplatz

"Glück ist so vieles: Für die einen ein Sonnenaufgang, ein Gläschen Wein, für die anderen Familie, Gesundheit, in einen See zu hüpfen", sagt die Psychologin Heide-Marie Smolka. Für viele ist es ein "Vogerl", das nicht zu fangen ist, weil wir schlichtweg verlernt haben, es zu erkennen. Die gute Nachricht: Glücklichsein und mehr Freude im Alltag ist trainierbar, man muss dem Glück nur einen Landeplatz geben. Und: Du kannst jetzt, in diesem Moment, damit beginnen!

Heide-Marie Smolka ist Expertin der sogenannten Positiven Psychologie. Sie zeigt in ihrem Buch "Mein Glückstrainingsbuch", erschienen im Springer Verlag, wie man dem Glück im Alltag nachhelfen kann.

Hirnareal auf Freude programmieren
Laut Erkenntnissen der Gehirnforschung sieht das Hirn eines lachenden Menschen anders aus als jenes eines verärgerten: "Befindet sich ein Mensch in freudiger Stimmung, ist der linke Stirnlappen im Gehirn sehr aktiv, die Verästelungen der Neuronen verdichten sich", erklärt Smolka. Empfindet man über Tage hinweg vermehrt positive Emotionen wie Glück, Freude oder Hoffnung, prägt sich dieses Areal stärker aus "und man kommt leichter in positive Stimmung".

„Raunzerzone“ einrichten
Leider ist er Effekt auch umgekehrt möglich: Ein sich oft ärgernder Mensch brauche nur einen kleinen Impuls, um sich erneut zu ärgern. "Er hat sein Ärgerzentrum trainiert", so die Expertin. Deshalb empfiehlt sie in ihrem Buch, eine Art "Raunzerzone" einzurichten, um sich bewusst zu machen, wie oft man in welcher Stimmung ist. Ist man nun in einer "unangenehmen Stimmung", sollte man in die Raunzerzone gehen, um dann wieder herauszukommen.

An kleinen Dingen erfreuen
Generell ist die Häufigkeit und nicht die Intensität von Glücksmomenten ausschlaggebend, meint Smolka. Es sei eine Fehlmeinung, dass Dinge wie ein Lottogewinn zum Glücklichsein notwendig sind: "Das ist es langfristig nicht. Der größte Einflussfaktor ist die Fähigkeit, sich an kleinen Dingen zu erfreuen, die darauf warten, entdeckt zu werden."

Man kann nicht immer glücklich sein
Immer glücklich sein zu wollen, sei übrigens "eine Illusion und nicht erreichbar". "Unangenehme Emotionen sind wichtig, es ist absurd, diese unter den Teppich kehren zu wollen." Es macht Sinn, diese zu minimieren zu versuchen - eine gänzliche Verdammung könnte irgendwann in einer psychosomatischen Erkrankung enden, warnt die Psychologin.

„Druckmacher“ reduzieren
Mit ausschlaggebend fürs Glücklichsein ist auch, wie man mit sich selbst umgeht: "Bin ich liebevoll zu mir oder kritisiere ich mich immer nur?" Auch auf eine "Glückssprache" sollte man achten und die Verwendung von "Druckmachern" unter den Wörtern reduzieren. Das heißt: „Ich muss“ sooft wie möglich streichen und schon hat das Glück mehr Platz, um zur Landung anzusetzen.

Noch mehr zum Thema Glück findest du in den Kästen oben und in der Infobox!

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