Sa, 18. November 2017

Mord auf Golfplatz

17.09.2008 09:28

Mutmaßliche Mörder von Burgstaller vor Gericht

Die mutmaßlichen Mörder des österreichischen Ex-Fußballers Peter Burgstaller stehen ab kommendem Montag in Südafrika vor Gericht. Nach einem für vier Tage anberaumten Prozess will der oberste Gerichtshof in Scottburgh über die Schuld der beiden Angeklagten entscheiden. Bei den Verdächtigen handelt es sich um zwei zum Tatzeitpunkt 25 und 21 Jahre alte Brüder. Ihnen wird zur Last gelegt, den früheren Sportler aus St. Lorenz in Oberösterreich vor knapp einem Jahr ausgeraubt und erschossen zu haben.

Thokozisi und Simo M. wurden fünf Tage nach dem Mord an Burgstaller festgenommen und wenig später wegen Mordes angeklagt. Der Ex-Fußballer war am 23. November erschossen auf einer Golfanlage in Durban gefunden worden. Eine Kugel hatte den 43-jährigen Familienvater in die Brust getroffen. Sein Mobiltelefon fehlte, es wurde später bei den Verdächtigen gefunden.

Nachdem die Polizei in der Nähe des Tatorts eine Waffe entdeckt und einem der Verdächtigen zugeordnet hatte, wurde das Brüderpaar am 28. November festgenommen. Die beiden befinden sich seither in Haft, das Ansuchen um eine Entlassung gegen Kaution wurde abgelehnt. Der Prozess soll von 22. bis 26. September dauern. Bezichtigt werden die beiden Brüder nicht nur des Mordes, sondern auch des unerlaubten Besitzes von Waffen und Munition.

Verdächtige werfen der Polizei Beweisfälschung vor
Ein Geständnis haben die Angeklagten nicht abgelegt. Bei den Verhören stritten sie den Mord vehement ab und beschuldigten die Polizei wegen Misshandlung und Beweisfälschung. Das Handy wollen die beiden beim Holzhacken gefunden habe, die Waffe hätten sie auf Anweisung der Polizei angreifen müssen.

Burgstaller, der in St. Lorenz eine Eventagentur betrieb, war anlässlich der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Fußball-WM 2010 nach Durban gereist. Er war nicht Teil der Delegation, wollte mit Mitgliedern allerdings WM-Projekte besprechen. Der Oberösterreicher starb kurz nach seiner Ankunft im Hotel der Anlage. Er traf gegen 15 Uhr ein, knapp drei Stunden später entdeckte ein Sicherheitsmann die Leiche des Österreichers auf dem durch Elektrozäune geschützten Gelände. Burgstaller war in der Ära von Rudi Quehenberger Tormann bei SV Salzburg. Später betreute er Österreichs größtes Hobby-Turnier, den "Stieglcup".

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