Fr, 23. Februar 2018

Blauer Wahlkampf

16.09.2008 17:10

FPÖ: Bodypainting statt Paintball

Die Freiheitlichen sind im Wahlkampf für ihre Bürgernähe und diverse skurrille Aktivitäten berühmt-berüchtigt: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zelebriert dies ganz besodners gerne, hat dem Paintball-Spielen nun offenbar endgültig abgeschworen und betreibt neuerding stattdessen Bodypainting. Bei einem seiner obligatorischen Besuche in der Diskothek "Nachtschicht" in Wien bewies der FPÖ-Spitzenkandidat einen besonderen Sinn für Bürgernähe und zückte den Signierstift. Ziel des künstlerischen Anschlags: das Dekolleté einer blonden HC-Bewunderin (siehe Foto). Indes verlagerte der FPÖ-Abgeordnete Martin Graf den Wahlkampf kurzzeitig in die Wiener Damenfußball-Liga.

Das Bild ist auf Straches eigener Wahlkampf-Homepage (siehe Infobox) zu bewundern. Am Montag trotze der FPÖ-Chef dem Regen und wahlkämpfte in Wien in vier "Speakers Corner". Am Reumannplatz hatte "StraCHE" noch Erfolg und wure bejubelt. Am Schwedenplatz erntete er mehrheitlich Zurufe wie "Wüst an Kebab?!" und wurde zudem von Demonstranten der SPÖ-Jugend belagert.

Blauer Wahlkampf im Wiener Damenfußball
Der blaue Wahlkampf hat währenddessen auch die Wiener Fußball-Frauen-Landesliga erfasst. Hintergrund: Martin Graf - Präsident von "Hellas Kagran" und FPÖ-Abgeordneter - soll bei einem Vereinsfest fleißig wahlgekämpft haben. Die Linke kündigte daraufhin eine "antrassistische Kundgebung" beim nächsten Match an. Graf nahm dies zum Anlass, verstärkt Ordner einzusetzen.

Die Linken sahen sich von RFJ-Aktivisten umringt, auch Frauenfeindliche Sprüche sollen gefallen sein. Graf: "Die wollten den Beweis liefern, dass der Platz ihnen gehört." Da hat er nicht ganz unrecht, die stellvertretende "Hellas-Kagran"-Kapitänin Margarita Döller ist Kandidatin bei der Linken, das Spiel gegen den ESV Südost 1b wurde 5:1 gewonnen...

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