So, 19. November 2017

Wieder unterwegs

16.09.2008 11:06

Trickdiebe erleichtern wieder Seniorinnen

Linzer Pensionistinnen sind am Montag gleich in zwei Fällen Trickdieben auf den Leim gegangen: Ein vermeintlicher Bettler zog einer 82-jährigen Frau mehrere Geldscheine aus der Börse, er konnte gefasst werden. Eine 91-Jährige wurde von einem angeblichen Mitarbeiter des städtischen Versorgers Linz AG um rund 1.400 Euro erleichtert.

Die 82-Jährige wurde am Vormittag in einem Lebensmittelgeschäft von einem Mann um Geld angebettelt. Als sie ihm eine Münze geben wollte, schnappte sich der Täter die Banknoten und rannte davon. Die Frau schrie um Hilfe, ein Passant nahm die Verfolgung auf. Er konnte den Betrüger stoppen und an die Polizei übergeben. Der geständige Rumäne wurde verhaftet.

Zur selben Zeit wurde die 91-jährige Frau vor ihrer Wohnungstür von einem Mann angesprochen. Der vermeintliche Linz-AG-Mitarbeiter verlangte von ihr eine Nachzahlung über 40 Euro. Die Pensionistin weigerte sich zu zahlen, ließ den Täter aber in hinein, um ihm den entsprechenden Beleg zu zeigen. Anschließend verließ er die Wohnung. Kurze Zeit später bemerkte die Frau, dass ihre Handtasche und die Schlüssel fehlten.

Sie beschrieb den Betrüger als etwa 30 bis 40 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß, schlank und mit kurzem dunklen Haar. Er sprach oberösterreichischen Dialekt.

Tipps der Polizei gegen Trickdiebe
Regel Nummer 1: Lass nie fremde Personen in deine Wohnung/dein Haus!

  • Gas-, Strom, Heizungsableser werden rechtzeitig schriftlich angekündigt!
  • Lege immer eine Sperrkette vor, wenn du Fremden die Tür öffnest. Ein Glas Wasser oder einen Zettel kann man auch durch einen Türspalt reichen!
  • Lass dir den Dienstausweis zeigen (auch von Beamten in Uniform!)
  • Zuerst durch den Spion schauen, dann erst entscheiden, ob du die Tür öffnest.
  • Nicht einfach den Türöffner ohne Rückfrage betätigen!
  • Nachbarschaftshilfe und das Wissen um das Recht der Selbsthilfe können Straftaten verhindern.
  • Ein entschiedenes NEIN, ein energisches Wegweisen eines ungebetenen Besuchers oder ein lauter Hilfeschrei können ebenfalls eine Straftat verhindern.
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