Mo, 28. Mai 2018

Vom Krebs besiegt

16.09.2008 15:01

Pink-Floyd-Keyboarder Richard Wright ist tot

Richard Wright, einer der Mitbegründer der legendären britischen Rockgruppe Pink Floyd, ist tot. Wie sein Sprecher mitteilte, ist der 65-Jährige am Montag an Krebs gestorben. Der Songschreiber und Keyboarder Wright verließ die Rockband 1981 als festes Mitglied, trat ihr aber später wieder bei. Der in London geborene Musiker war unter anderem an den berühmten Alben "Dark Side of the Moon" und "Wish You Were Here" beteiligt.

"Richards Wrights Familie teilt in großer Trauer mit, dass Richard heute nach einem kurzen Kampf gegen den Krebs gestorben ist", sagte der Sprecher.

Pink Floyd veröffentlichten ihre erste Platte "The Piper at the Gates of Dawn" im Jahr 1967 und arbeitete darin neuartige Klangeffekte ein. Wright spielte dabei neben dem Leadgitarristen Syd Barrett und den Musikern Roger Waters und Nick Mason. Wright hatte Waters und Mason auf einer Architekturschule kennengelernt. Der drogensüchtige und skandalumwitterte Barrett wurde schon bald durch David Gilmour ersetzt. Später wurde Waters zur führenden Figur. Obwohl Wright zunächst als dominantes Mitglied der Gruppe wahrgenommen wurde, erlangte er nie den Star-Status wie Barrett oder Waters.

Trennung von Pink Floyd nach Streitereien
Wright - der sich selbst das Klavierspielen beibrachte - schrieb wesentliche Songs wie "Us and Them" oder "The Great Gig In The Sky", oft trat er auch als Backgroundsänger in Erscheinung. 1978 veröffentlichte er mit weniger Erfolg seine erste eigene Platte "Wet Dream". Nach Streitereien mit Roger Waters verließ Wright die Band nach den Aufnahmen für das Hit-Album "The Wall".

1984 gründete er mit dem Musiker Dave Harris das Duo Zee - der kommerzielle Erfolg blieb jedoch aus. Schließlich fand er nach dem Abgang von Waters wieder einen festen Platz bei Pink Floyd und wirkte unter anderem an der Platte "The Division Bell" (1994) mit.

Auftritt bei "Live 8"-Konzert in London
Erstmals seit ihrer Trennung 1981 trat Pink Floyd 2005 beim "Live 8"-Konzert (Wright im Bild ganz rechts) wieder gemeinsam im Londoner Hyde Park auf - ein Comeback lehnte die einst zerstrittene Band jedoch damals ab. Pink Floyd verkaufte mehr als 200 Millionen Platten weltweit. Eines ihrer berühmtesten Alben ist "The Wall", zu dem es auch einen Film gibt.

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