Fr, 24. November 2017

Notfallpaket

14.02.2012 11:10

Was in deiner Reiseapotheke nicht fehlen darf

Auch im Urlaub kann das Immunsystem auf einmal streiken oder ein anderes kleineres wie auch größeres Wehwehchen auftauchen. Nicht immer ist dann die korrekte und vor allem schnelle Versorgung bei einem Mediziner möglich. Umso wichtiger ist es, dich selbst verarzten zu können. Eine gut ausgerüstete Reiseapotheke hilft dir, schnell wieder zur ungetrübten Urlaubsfreude zurückzufinden.

Gerade auf Fernreisen sollte eine gut ausgestattete Reiseapotheke nicht fehlen. Auf alle Fälle darin enthalten sein allgemeine Dinge wie beispielsweise Fieberthermometer, Pinzette, Schere, sterile Nadeln, Pflaster, elastische Binden, Stützverbände, Dreieckstuch, Kompressen, Wundklebestreifen, Desinfektionsmittel und Heilsalben (gegen Zerrungen und Hautverbrennungen), um Verletzungen fachgerecht zu versorgen. Eine kleine Erste-Hilfe-Box bietet hierfür meist gute Ausrüstung - und das auch noch praktisch kompakt verwahrt.

Weiters sollten Verhütungsmittel wie die Pille oder Kondome sowie Hygieneartikel wie Tampons oder Binden in eine Reiseapotheke integriert werden. Auch Watte und Ohropax können dir im Urlaub gute Dienste erweisen.

Medikamente nicht vergessen
Dabei sein sollten außerdem in jedem Fall alle Medikamente, die du auch zu Hause nimmst – und das in ausreichender Menge. Denn das Nachkaufen im Urlaubsland wird oft ein teures Vergnügen. Zudem ist nicht sicher, dass du exakt dein Medikament überhaupt bekommst. Achte bei rezeptpflichtigen Medikamenten darauf, dass du ein nach Möglichkeit mehrsprachiges Attest mit dir führst, das es dir ermöglicht, problemlos durch den Zoll zu kommen.

Auch beim Mitführen von Spritzen und Nadeln ist höchste Vorsicht geboten, denn am Zoll kommt schnell der Verdacht auf, diese würden für Rauschgift benützt. Bedenkenlos mitnehmen kannst du Spritzensets vom Apotheker mit mehrsprachiger Erläuterung. Am besten besprichst du dich vor deinem Urlaub mit deinem Arzt.

Speziell für die Reise
Diese persönliche Grundausrüstung ergänzt du um jene Medikamente, die typische Urlaubskrankheiten und Beschwerden kurieren sollen. Besonders wichtig sind Durchfallmedikamente sowie Mittel gegen Übelkeit und Kreislaufbeschwerden – ein Besuch beim Arzt oder in der Apotheke hilft dabei, das für dich geeignete Mittel auszuwählen. Zusätzlich sollten Präparate gegen Reisekrankheit mitgeführt werden.

Gibt es hier bereits Medikamente, mit denen du gute Erfahrungen gemacht hast, solltest du auch genau diese von daheim mitnehmen und dich nicht auf Experimente einlassen.

Auch ist es immer gut, ein Breitbandantibiotikum vorsorglich vor dem Urlaub vom Arzt zu organisieren, wenn wirklich Fieber oder beispielsweise ein Harnwegsinfekt auftreten. Weiters gehören schwächere Mittel gegen Fieber und Erkältungskrankheiten mit in die Apotheke, genauso wie Schmerzmittel. Auch Husten-, Nasen-, Augen- und Ohrentropfen sollten mitgenommen werden – schließlich reagiert der Körper auf Zugluft und Klimaanlagen oft sehr heftig.

Rechtzeitig über Prophylaxe informieren
Du solltest dich weiters zeitgerecht, also mindestens ein halbes Jahr vor deinem Urlaub, beim Institut für Tropenmedizin informieren, ob für dein Urlaubsland bestimmte Empfehlungen hinsichtlich Prophylaxe-Maßnahmen bestehen. Fährst du in ein Malaria-Gebiet, dann sollten Mittel zur Malariaprophylaxe unbedingt ins Gepäck. Beachte, dass bei empfohlenen Schutzimpfungen eine gewisse Vorlaufzeit einzuhalten ist. Bei Fernreisen solltest du daher rechtzeit mit der Vorbereitung beginnen - ein Besuch beim Arzt hilft dabei, nichts zu vergessen.

Das könnte Sie auch interessieren
Für den Newsletter anmelden