Di, 20. Februar 2018

Leitgebs Schützling

15.09.2008 16:36

Freispruch für "Kärnten-Fan" Nikolaj Dawydenko

Gute Nachrichten für Kärntens schillernden Tennisverbands-Präsidenten Ronnie Leitgeb: Nach monatelangen Wettmanipulations-Vorwürfen ist sein Schützling, der Pörtschach-Sieger Nikolaj Dawydenko (im Bild links), am Freitag von der ATP freigesprochen worden. Nun will der 14-fache Turniersieger sein zuletzt auf Eis gelegtes Ansuchen um die österreichische Staatsbürgerschaft wieder intensiv verfolgen. Indes plant Ronnie Leitgeb, das ATP-Turnier von Pörtschach nach Klagenfurt zu verlegen.

Das Ansuchen des Tennis-Weltstars, nach Österreich zu übersiedeln (er liebt besonders die Wörthersee-Region, Anm.), war im Zuge der Untersuchungen seitens der ATP zuletzt nicht verfolgt worden. "Nachdem das nun geklärt ist und seine Unschuld erwiesen ist, wollen wir seinen beschädigten Ruf wieder herstellen", sagte Leitgeb am Sonntag. Der Kärntner Tennispräsident und Dawydenko-Manager kritisierte unter anderem die Vorverurteilungen vonseiten des Wettanbieters "betfair" sowie durch die ATP in den Medien. Selbst bei einem Dopingfall habe es ein Sportler da besser, weil bis zur B-Probe die Unschuldsvermutung gelte.

Schwieriges Jahr für Nikolaj
"Es hat ja niemand eine Ahnung, was da für ein menschliches Drama abgelaufen ist. Es war ein sehr schwieriges Jahr für Nikolaj", sagte Leitgeb. Grund für die Verdächtigungen war eine Niederlage des favorisierten Russen am 2. August 2007 im polnischen Sopot gewesen, bei der große Summen auf eine Niederlage Dawydenkos gegen Martin Vassallo Arguello (ARG) gesetzt worden waren. Dawydenko hatte im dritten Satz wegen einer Fußverletzung aufgegeben, sämtliche Vorwürfe einer Wettmanipulation aber stets zurückgewiesen.

Von jedem Verdacht freigesprochen
Erst nach langem Prüfverfahren, Interviews mit Familienmitgliedern des Russen sowie auch Auswertung von Telefonaten des Weltranglisten-Sechsten wurde der Leitgeb-Schützling von jedem Verdacht freigesprochen. Leitgeb will nun alle Hebel in Bewegung setzen, dass Dawydenko seine schon seit rund 18 Monaten angestrebte Staatsbürgerschaft bekommt.

Tennisturnier in Klagenfurts neuer Eishalle
Für sein Turnier „Hypo Group Tennis International“ in Pörtschach sieht der frühere Daviscup-Kapitän und Manager von Thomas Muster nun ebenfalls Licht am Horizont, denn der KAC hat vor wenigen Tagen ein ehrgeiziges neues Stadionprojekt in Klagenfurt vorgestellt, in dem Leitgeb durchaus Chancen zur Platzierung seiner Veranstaltung sieht. "Es gibt großes Interesse von mir. Wenn das konkret wird, könnten wir ab 2010 in diesem Stadion spielen. Es liegt nun alles in der Hand der Politik und des KAC."

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