Di, 22. Mai 2018

Almabtrieb

15.09.2008 10:43

Lipizzaner von Sommerfrische heimgekehrt

Bei Nebel und Nieselregeln haben am Samstag 40 Lipizzanerhengste den Rückweg von ihrem Sommerquartier auf der Stubalm ins Bundesgestüt Piber angetreten. Trotz des schlechten Wetters, das den noch auf einer Nachbar-Alm verblieben Stuten auch noch Schnee bescheren könnte, war der jährliche Almabtrieb mit einer feierlichen Segnung und einem traditionellen Fest in der Weststeiermark verbunden.

Die Tiere hatten ihre Sommerfrische auf rund 1.500 Metern Seehöhe genossen, ehe es Samstagvormittag zurück nach Piber ging. Jedes Tier wurde von einem eigenen Gestütsmitarbeiter zu Tal geführt, kurz vor Maria Lankowitz, wo zu Mittag die Pferdesegnung stattfand, wurden die vierbeinigen Heimkehrer für den Einzug geschmückt.

Bilder vom Abtrieb findest du in der Infobox!

Neues Quartier für die Lipizzaner
Anschließend zog der Tross weiter nach Köflach, wo die Huftiere von der Gestütskapelle und - trotz des Wetters - zahlreichen Schaulustigen empfangen wurden. Nach den Festivitäten ging es für die Lipizzaner zu ihrem neuen Quartier, dem Außenhof Wilhelm.

Im Okotber geht's zur Musterung
Der Aufenthalt auf der Alm sei für die ein- bis dreijährigen Tiere besonders wichtig, damit sie sich hier optimal entwickeln könnten, betonen Experten. Denn im Oktober wird es für die männlichen Lipizzaner ernst: Dann erfolgt die Musterung und Auswahl für die Spanische Hofreitschule. Pro Jahrgang schaffen aber nur rund zehn Prozent den Karrieresprung. Die restlichen Tiere bleiben entweder in Piber oder werden verkauft.

Auch in Piber werden Hengste ausgebildet
Heuer wurden übrigens erstmals auch fünf Hengste im Gestüt Piber ausgebildet. Sie erhalten die gleiche Schule wie ihre "Kollegen" in Wien. Erst im Jänner nächsten Jahres wird sich entscheiden, welches Tier in Wien bleibt oder ob ein in der Steiermark geschultes Pferd in der Spanischen Hofreitschule weitermachen darf. Für den heurigen Jahrgang gilt Ähnliches: "Ob wir in Piber auch Hengste ausbilden, ist vom Potenzial der Pferde abhängig. Wenn es genug geeignete Tiere gibt, dann wird es wahrscheinlich wieder eine Parallelausbildung geben. Das wird sich im Herbst bei der Ausmusterung entscheiden", hieß es von der Gestütsleitung.

Stuten noch auf der Alm
Erst am kommenden Dienstag werden rund 35 Lipizzaner-Stuten die 1.500 Meter hoch gelegene Brendl-Alm verlassen. Dies letzten Tage könnte für sie noch eine Härtetest werden, zumal für morgen, Sonntag, Schneefall bis auf 1.300 Meter prognostiziert ist. Auch für die Stuten, die ebenfalls geschmückt werden, wird es einen Empfang geben, der allerdings weniger groß inszeniert ist als jener der Hengste.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden