Mi, 23. Mai 2018

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13.09.2008 18:32

Neustart für Auto-Teststrecke Voitsberg

Wo, wenn nicht da? In einer Gstättn, einem stillgelegten Bergwerk bei Voitsberg, sollte ein Testkurs entstehen. Von vitalem Interesse für das Autoland Steiermark. Doch der Umweltsenat befand die Halde schützenswert. Am Freitag ging's an den Neustart. Mit politischer und wirtschaftlicher Geschlossenheit wie selten (im Bild die Investoren Gillich, Kresch, Frömmel).

Schon der Andrang bei der Präsentation zeigte, dass da jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden sollen. Der Landeshauptmann und der Wirtschaftslandesrat, dazu stiegen sich Abgeordnete aller Lager auf die Zehen. Hochrangig vertreten die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung.

Dann die Investoren: Porr & Mandlbauer, beides Bauriesen, dazu die Familie Kresch, Eigentümer von Remus, Europas führendem Hersteller von Auspuffanlagen. Und dann auch noch Hubert Hödl, Vorstandsdirektor von Magna International Europa. Letzterer verhehlt nicht, wie dringend diese Teststrecke für das Autoland Steiermark ist.

"Virtueller Wald" stand Projekt im Weg
Der Umweltsenat hatte im Juli den positiven Bescheid des Landes ja aufgehoben. Wegen eines nicht existenten, "virtuellen Waldes". Ein Lokalaugenschein macht fassungslos: Dort ist nichts als Pampa, der Beamte, der den Bescheid verfasst hat, kann nicht vor Ort gewesen sein.

Wie auch immer, am Freitag ist man an den Neustart des Projektes gegangen. Als erstes wurde gegen das Urteil Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingebracht. An einer zweiten Front arbeitet man intensiv an einer Umplanung: Da keine Publikumsveranstaltungen mehr geplant sind, werden Tribünen gestrichen, Parkplätze gestrichen. Redimensioniert wird auch die Rodungsfläche - von 29 auf 12 Hektar.

Kriterien von "Voitsberg Neu"

  • Ein Testoval mit einer Streckenlänge von 2300 Metern.
  • Im Testoval ein Handlingkurs mit unterschiedlichen Kurvensymmetrien und einer Länge von 1900 Metern, auf dem neben den Forschungs- und Entwicklungstests auch Fahrsicherheitstrainings durchgeführt werden können.
  • Boxen werden auf das von der Industrie benötigte Maß reduziert.
  • Unverändert bleiben die Errichtung und Maßnahmen für das Amphibiengebiet in Form von Feuchtbiotopen außerhalb des Voitsberger Test-Areals.
  • Ebenfalls bleiben die umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen in Form von Dämmen und Wänden Bestandteil des Projekts.
  • Nicht mehr benötigt werden dagegen die 1.400 vorgesehenen Parkplätze, da von Publikumsveranstaltungen (etwa Klubrennen) im neuen Projekt Abstand genommen wird.
  • Die Rodungsflächen werden von 29 auf 12 Hektar reduziert.

von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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