Mi, 21. Februar 2018

Steiner Superstar

14.09.2008 19:30

"Stärkster Mann der Welt" bekommt Bambi

Der für Deutschland startende Gewichtheber Matthias Steiner wird nach seinem Olympia-Gold mit einem Bambi ausgezeichnet. Der 26-jährige gebürtige Österreicher erhält den begehrten Preis in der Kategorie Sport, verkündeten TV-Entertainer Harald Schmidt und die Bambi-Gesamtverantwortliche Patricia Riekel bei der Veranstaltungsreihe "Burda live" am Freitag in Offenburg.

Steiner, der von den Medien als "stärkster Mann der Welt" bezeichnet wird, hatte bei den Olympischen Spielen in Peking im August eine Goldmedaille im Superschwergewicht geholt. Er widmete sie seiner vor einem Jahr gestorbenen Frau. Die 60. Bambi-Verleihung findet am 27. November in Offenburg statt.

"Supersteiner" bewegte die Weltmedien
Steiner stand in Peking auf einer Stufe mit Weltrekord-Sprinter Usain Bolt und Schwimm-Superstar Michael Phelps. "Supersteiner" hieß es sogar auf dem Titelbild der Olympia-Beilage der Tageszeitung "China Daily". Die hollywoodreife Story des in Wien geborenen Niederösterreichers bewegte die Weltmedien.

Steiner hatte sich nach seinem Olympia-Auftritt in Athen 2004 mit dem ÖGV so überworfen, dass er ins Nachbarland gewechselt war, nachdem man ihm in der Heimat sogar einen Start für "Teppichland" nahegelegt hatte. In Deutschland verlor der 145-Kilo-Riese, der seit dem 18. Lebensjahr wegen einer übergangenen Grippe Diabetiker ist, die gerade erst gefundene und geheiratete Lebensliebe Susann durch einen tödlichen Autounfall.

"Ich musste nur heben"
Sein Versprechen an sie, in Peking Gold zu holen, löste er am 19. August in einem von Trainer Frank Mantek trickreich gesteuerten ("Ich musste nur heben") und mitreißenden Finalkampf ein, bei dem er im Finish alles riskierte. "Ich habe das Wichtigste in meinem Leben verloren, was hätte ich noch zu verlieren gehabt?", hatte Steiner damals erklärt, warum er am Ende alles auf eine Karte gesetzt hat. "Man versucht, Wut und Aggression in Motivation umzuwandeln." Steiners anschließender Jubel, das Foto seiner verstorbenen Frau in der Hand, ging um die Welt.

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