So, 25. Februar 2018

Raub der Flammen

13.09.2008 12:48

Familie steht nach Brand vor dem Nichts

Wenn das Schicksal zuschlägt, dann meistens beinhart. So wie bei Familie Hirzer aus Kitzeck-Fresing im Bezirk Leibnitz. Ein Brand vernichtete das Wohnhaus von Franz, Maria und ihrer 22-jährigen Tochter Karin, die seit der Geburt im Rollstuhl sitzt. Die Familie steht vor dem Nichts.
Schon die Großeltern haben in dem Haus gewohnt", erzählt die 57-jährige Maria Hirzer mit tränenerstickter Stimme. Jetzt ist alles vernichtet, wurde zum Raub der Flammen. Bis auf das, was sie am Leib trugen, hat die Familie absolut nichts mehr. Bei dem Versuch die Papiere und die nagelneuen Krücken ihrer Tochter zu retten, zog sich die Landwirtin Verbrennungen auf dem rechten Arm zu. "Zum Glück ist von uns aber sonst keinem was passiert."

Unterschlupf bei Freunden und Verwandten
Bei einem Freund in Fresing fanden Maria und ihr 65-jähriger Mann Franz Unterschlupf. Die Tochter wohnt inzwischen bei ihrer 37-jährigen Schwester. Doch das ist auf Dauer keine Lösung. Auch Karins Computer - sie hat gerade eine Ausbildung zur Datenassistentin bravourös abgeschlossen und sucht einen Job - und ihre heißgeliebten Hansi Hinterseer-Fanartikel sind verbrannt.

Die Familie ist verzweifelt und auf Hilfe angewiesen. Am heutigen Freitag wurde mit den Aufräumarbeiten begonnen und viele Freiwillige packen mit an.

Alte Herdplatte entfachte Feuer
Und die Hirzers werden kämpfen, auch wenn die Versicherung meint, erst in drei Jahren die ganze Versicherungssumme zu zahlen - denn Schicksalschläge sind sie gewohnt: Vor 16 Jahren fing Maria Hirzers Vater beim Abbrennen einer Wiese Feuer und starb. Jetzt gilt es das nächste Unglück zu verkraften. Diesmal war eine alte Herdplatte schuld.

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