Fr, 23. Februar 2018

Fed-Cup-Finale

11.09.2008 13:51

Russland hat gegen Spanien hochfliegende Pläne

Titelverteidiger Russland muss am Wochenende ohne Maria Scharapowa, Olympiasiegerin Jelena Dementjewa, die Olympia-Silberne Dinara Safina und Anna Tschakwetadse, also die Nummern 4, 5, 6 und 12 der Welt, auskommen, und ist im Fed-Cup-Finale auswärts in Madrid dennoch Favorit. Diesen Luxus kann sich derzeit wirklich nur der russische Tennisverband leisten. Denn auch Swetlana Kusnezowa (WTA-Nr. 7), Wera Swonarewa (9), Jelena Wesnina (61) und Jekaterina Makarowa (58) sollten für die Gastgeberinnen trotz Heimvorteil zu stark sein.

Spanien versucht mit Anabel Medina Garrigues, Carla Suarez Navarro, Nuria Llagostera Vives und Virginia Ruano Pascual zehn Jahre nach dem bisher letzten von fünf Fed-Cup-Titeln mit Hilfe des Heimvorteils das Unmögliche möglich zu machen. Ein Freiluft-Sandplatz im Club de Campo in Madrid sowie 4.000 Zuseher sollen dabei helfen. "Wir haben nichts zu verlieren", meinte Ruano-Pascual. Die 34-jährige Doppel-Spezialistin (neunfache Grand-Slam-Doppelsiegerin) gibt möglicherweise ihren Fed-Cup-Abschied auf Heimatboden.

Russland wird Spanien nicht unterschätzen
Russland will die Spanierinnen, deren bestplatzierte Spielerin Medina Garrigues als 29. klar hinter Kusnezowa und Swonarewa liegt, auch keinesfalls unterschätzen. "Ich mag es nicht, wenn die Leute sagen: Ihr werdet gewinnen, es ist unmöglich, dass ihr verliert", meinte Wesnina stellvertretend für ihre Kolleginnen. Sie glaubt sogar, es könnte erst das abschließende Doppel über den Sieger entscheiden. "Spanien hat vielleicht keine großen Namen, aber sie haben sehr solide Sandplatz-Spielerinnen." Nicht umsonst hätten sie das Finale erreicht. "Und sie spielen zu Hause auf ihrem Lieblingsbelag."

Statistik spricht gegen Spanien
Die Statistik spricht freilich auch gegen die Ibererinnen: Nur einmal in fünf Länderkämpfen hat Spanien 1989 in Tokio gegen Russland gewonnen, im Vorjahr gab es in Runde 1 ein 0:5-Erstrunden-Aus in Moskau. Vielleicht kann aber die aufstrebende Carla Suarez ähnlich aufzeigen wie heuer bei den French Open, als sie überraschend bis ins Viertelfinale vorgestoßen war. "Sie ist - speziell auf Sand - eine große Gefahr", meinte Wesnina, die nach einer Verletzung auf Platz 61 zurückgefallen ist.

Spanien ist mit Auswärtssiegen über Vorjahresfinalist Italien (3:2) und China (4:1) ins Endspiel gekommen, Russland feierte ein 4:1 in Israel und ein 3:2 (nach 3:0) über die USA in Moskau. Rekordchampion USA war allerdings nur in schwacher Besetzung (ohne Serena und Venus Williams) nach Russland gereist. Für Russland wäre es der insgesamt vierte Fed-Cup-Pokal, Spanien kämpft um den sechsten.

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