Mo, 19. Februar 2018

Untersuchung nötig

11.09.2008 12:14

Wissenschaftler fürchten Vesuv-Ausbruch

Forscher halten einen neuen verheerenden Ausbruch des Vesuv für möglich. Dieser könne die Stärke der Eruption erreichen, die im Jahr 79 nach Christus die Stadt Pompeji zerstört hatte, und heute 700.000 Menschen in Gefahr bringen, schrieben französische und italienische Geologen in einem am Mittwoch veröffentlichten Artikel im Fachblatt "Nature". Sie forderten dringend eine Untersuchung des Vulkans bei Neapel.

Es sei "von höchster Wichtigkeit", das Magma, das sich in acht bis neun Kilometern Tiefe befinde, zu analysieren, hieß es. "Wenn es dem ähnelt, das die Eruption von Pompeji erzeugt hat, kann man in Zukunft von einer äußerst explosiven und folglich gefährlichen Eruption ausgehen."

Wenn das Magma dagegen in seiner Zusammensetzung eher basaltartig sei, würde ein Ausbruch "deutlich weniger schwere Schäden hervorrufen", erklärte Mitautor Bruno Scaillet, Forscher am Institut für Geowissenschaften in der französischen Stadt Orléans. Dann werde es wie bei der letzten Eruption im Jahr 1944 eher bei langsamen Lavaströmen bleiben. Dass der Vulkan seit 64 Jahren nicht mehr ausgebrochen sei, könne zwei Erklärungen haben: dass die Magmakammern unter dem Vulkan keinen Nachschub mehr bekämen oder dass der Weg nach oben versperrt sei. Im zweiten Fall könne sich ein enormer Druck in dem Vulkan aufbauen. Eine Explosion wie zu Zeiten der Römer sei dann nicht auszuschließen.

Pompeji war am 24. August 79 mit 12.000 bis 15.000 Einwohnern völlig verschüttet worden. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt wiederentdeckt und ist eine der am besten erhaltenen antiken Stadtruinen. Die Ausgrabungsstätte gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden