So, 27. Mai 2018

Um Hilfe gerufen

11.09.2008 08:20

Wiener nachts auf Grazer Hausberg verunglückt

Zum Lebensretter ist in der Nacht auf Mittwoch in St. Radegund in der Steiermark (Bezirk Graz-Umgebung) der 49-jährige Armin Kronsteiner geworden. Er fand einen lebensgefährlich verletzten Telekom-Mitarbeiter, der 250 Meter unterhalb der Schöckl-Bergstation mit dem Dienstwagen in den Nadelwald gestürzt war.

Zwei Telekom-Techniker sollten Dienstagnacht auf dem Schöckel eine Sendeanlage reparieren. Der eine - Bernhard H. (41) - kam aus seiner Heimatstadt Wien, der andere - Ronald Gruber (40) - aus Birkfeld.

Telefonverbindung riss ab
Auf der neuen Forststraße (die alte ist wegen der Folgen des Sturmtiefs Paula vom 27. Jänner ein Risiko) fuhren sie mit Dienstautos bergwärts. Um 22.49 Uhr bekam Gruber einen Handy-Anruf. "Ich weiß nicht genau, wo ich grade bin", habe  der Kollege gesagt, dann sei plötzlich die Verbindung abgebrochen. "Ich hab mir natürlich Sorgen gemacht, an mehreren Stellen mit dem Scheinwerferlicht in den Wald geleuchtet - keine Spur vom Kollegen", Gruber. 

Bilder vom Unfallort in der Infobox!

Anrainerin hörte Hilferufe
In dieser Situation kam dem verzweifelten Oststeirer ein "Mann mit eingeschalteter Stirnlampe" zu Hilfe: Der in St. Radegund wohnhafte Angestellte Armin Kronsteiner war von seiner Freundin Roswitha Neuherz, die aus Richtung der Weißen Wand Hilfeschreie gehört hatte, geweckt worden: "Ich hab mich angezogen und bin losmarschiert. Im Schöckelgebiet kenn ich mich gut aus. Seit 2005 gehe ich regelmäßig auf den Berg; an die 120-mal pro Jahr."

Bernhard H. wurde aus dem Auto geschleudert
Um 0.30 Uhr entdeckten die Männer den Verletzten (Schlüsselbein- und Schulterbruch, Lungenprellung, Hirnschwellung). Armin Kronsteiner gab seiner Lebensgefährtin den Standort durch, sie informierte die Einsatzkräfte. Dass Bernhard H. überlebte, verdankt er auch dem Umstand, dass er, weil er nicht angegurtet gewesen war, aus dem Auto geschleudert wurde - dieses stürzte danach nämlich 150 Meter ab.

von Manfred Niederl, Kronen Zeitung und krone.at

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