So, 25. Februar 2018

WM-Qualifikation

11.09.2008 17:01

Schweiz blamiert sich gegen Luxemburg mit 1:2

Die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft hat in der WM-Qualifikationsgruppe 2 einen veritablen Fehlstart hingelegt. Vier Tage nach dem 2:2 in Israel blamierte sich die Truppe von Teamchef Ottmar Hitzfeld in Zürich gegen den Weltranglisten-152. Luxemburg mit 1:2 (1:1). Die Führung für den Außenseiter durch Jeff Strasser (27.) konnte Blaise N'Kufo zwei Minuten vor dem Pausenpfiff noch ausgleichen, doch nach dem Siegtreffer für den Fußball-Zwerg durch Alphonse Leweck (86.) war die Schweiz besiegt. In Gruppe 4 wurde Deutschland nur durch ein Klose-Triplepack vor einer Blamage in Finnland bewahrt - das Spiel endete 3:3 (2:2).

Nach wochenlanger Erfolglosigkeit erzielte der Münchner gegen Finnland, wo der Rapidler Markus Heikkinen durchspielte, alle Treffer (37., 45., 83.) für die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw, der vor 36.000 Zuschauern im Olympiastadion von Helsinki lange Zeit die erste Länderspiel-Pleite gegen die Suomis seit 85 Jahren drohte.

Jonathan Johansson (33.), Mika Väyrynen (43.) und Daniel Sjölund (53.) hatten die finnischen Gastgeber gegen Deutschland dreimal in Front gebracht. Nach dem überraschenden Punkteverlust steht die Löw-Elf im Top-Spiel der Gruppe 4 am 11. Oktober in Dortmund gegen Russland bereits unter Druck.

Russland siegt 2:1 gegen Wales
Der von Guus Hiddink betreute EM-Halbfinalist besiegte im ausverkauften Heimstadion des russischen Erstligisten Lok Moskau durch Tore von Neo-Tottenham-Stürmer Roman Pawljutschenko (22./Elfmeter) und Joker Pawel Pogrebnjak (81.) knapp mit 2:1 (1:0). Im strömenden Regen dominierten Andrej Arschawin und Co. vor allem vor der Pause das Spiel. Wales, das zum Auftakt Aserbaidschan zu Hause mit 1:0 besiegt hatte, kam nur zu einer Großchance: Nach einem Semak-Foul an Gareth Bale im Strafraum trat der Gefoulte selbst zum Elfmeter an, scheiterte aber an Russlands-Schlussmann Akinfejew (16.).

Rumänien mit 1:0-Zittersieg gegen Färöer
Rumänien ist nur hauchdünn an einem kapitalen Fehlstart in der WM-Qualifikation vorbeigeschrammt. Die Elf von Victor Piturca mühte sich in Torshavn gegen die Färöer zu einem 1:0-Auswärtssieg, den Razvan Vasilic (59.) erst nach der Pause sicherstellte. Die Rumänen, die in der Österreich-Gruppe 7 zum Auftakt eine 0:3-Heimklatsche gegen Litauen kassiert hatten, mussten ab der 49. Minute in Unterzahl agieren, da Sorin Ghionea nach einem Foul ausgeschlossen wurde.

Frankreich rehabilitiert sich mit 2:1 gegen Serbien
Das französische Fußball-Nationalteam hat sich hingegen für die 1:3-Auftaktniederlage in Österreich rehabilitiert. Die Franzosen besiegten Serbien zu Hause verdient mit 2:1 (0:0). Die Franzosen - insbesondere deren Teamchef Raymond Domenech - waren nach dem blamablen Start bereits schwer unter Druck gestanden. Eine weitere Niederlage hätte den "Selectionneur" wohl den Job gekostet. Doch sein Team zeigte eine Reaktion. "Es war wirklich schwierig für uns, die gesamte Situation. Das Wichtigste findet immer noch auf dem Platz statt", betonte Kapitän Henry. "Diese drei Punkte haben wir ganz dringend gebraucht - egal wie."

Henry brachte die "Bleus" in der 55. Minute vor lediglich 45.000 Zuschauern im Stade de France nach einem überlegten Lochpass von Sidney Govou auf die Siegerstraße, der für Karim Benzema eingewechselte Anelka legte nur neun Minuten später vom Strafraumeck nach, nachdem er zwei Verteidiger ausgespielt hatte. Die Serben, die sich bereits zum Auftakt gegen die Färöer (2:0) schwergetan hatten, vermochten nicht wirklich dagegenzuhalten, waren hauptsächlich bei Standardsituationen gefährlich. Aus einer solchen fiel auch der Anschlusstreffer. Verteidiger Branislav Ivanovic köpfelte 14 Minuten vor Schluss nach einem Corner ein. "Danach sind wir noch einmal nervös geworden. Das war nicht notwendig, denn eigentlich haben wir das Spiel kontrolliert", meinte Henry.

England übt grimmige Rache
England hat am Mittwoch einen wichtigen Erfolg auf dem Weg zur WM gelandet. Das Team von Fabio Capello setzte sich in Zagreb gegen Kroatien klar mit 4:1 durch und fügte dem EM-Teilnehmer damit die erste Heimniederlage nach 35 EM- sowie WM-Qualifikations-Heimspielen ohne "Nullpunkter" zu. Die "Three Lions" revanchierten sich auch für die 2:3-Heimniederlage im vergangenen Herbst, die sie die Qualifikation für die EURO gekostet hatte.

Herausragender Akteur bei den Gästen war Theo Walcott, der gleich drei Treffer (26., 59., 82.) erzielte. Die Entscheidung zugunsten der Engländer fiel nach einer Stunde, als Walcott und Rooney (63.) innerhalb von vier Minuten auf 3:0 erhöhten. Die Kroaten, für die Mandzukic den Ehrentreffer beisteuerte (78.), agierten zu diesem Zeitpunkt bereits in Unterzahl, nachdem Robert Kovac nach einem Ellbogenschlag die Rote Karte gesehen hatte (51.).

Europameister Spanien schlägt Armenien 4:0
Nach dem etwas holprigen Start (1:0 gegen Bosnien) ist Europameister Spanien nun auch in der WM-Qualifikation obenauf. Die Iberer feierten vor eigenem Publikum in Albacete gegen Armenien durch Tore von Juan Capdevila (7.), David Villa (16., 79.) und Marcos Senna (83.) einen klaren 4:0-Sieg. Die Spanier halten damit in der Quali-Gruppe 5 als einziges Team beim Punktemaximum von sechs Zählern. Teamchef Vicente Del Bosque ließ Barcelona-Jungstar Bojan Krkic in der 65. Minute im Teamdress debütieren.

Dänemark gewinnt 3:2 in Portugal
Einen Krimi erlebten die Besucher im Lissabonner Jose Alvalade-Stadion. Portugals Führungstreffer von Manchester-United-Stürmer Nani (42.) glich Dänemarks Nicklas Bendtner in der 84. Minute aus und leitete damit gleichzeitig eine packende Schlussphase ein. Zuerst traf Deco vom Elfmeterpunkt für die favorisierten Portugiesen zum 2:1 (86.), dann schafften Christian Poulsen (90.) und Daniel Jensen (92.) mit einem Doppelschlag doch noch die Wende zugunsten der Gäste. Überraschender Tabellenführer der Gruppe 1 ist Albanien (4 Punkte/3:0 gegen Malta) vor Dänemark, Schweden (je 4/2:1 gegen Ungarn) und Portugal (3).

Die Ergebnisse:
GRUPPE 1:
Schweden - Ungarn 2:1 (0:0)
Albanien - Malta 3:0 (1:0) 
Portugal - Dänemark 2:3 (1:0) 

GRUPPE 2:
Schweiz - Luxemburg 1:2 (1:1)
Lettland - Griechenland 0:2 (0:1)
Moldawien - Israel 1:2 (1:2)

GRUPPE 3:
San Marino - Polen 0:2 (0:1)
Slowenien - Slowakei 2:1 (1:0)
Nordirland - Tschechien 0:0

GRUPPE 4:
Finnland - Deutschland 3:3 (2:2)
Russland - Wales 2:1 (1:0)
Aserbaidschan - Liechtenstein 0:0

GRUPPE 5:
Türkei - Belgien 1:1 (0:1)
Bosnien-Herzegowina - Estland 7:0 (2:0) 
Spanien - Armenien 4:0 (2:0)

GRUPPE 6:
Kroatien - England 1:4 (0:1)
Kasachstan - Ukraine 1:3 (0:1)
Andorra - Weißrussland 1:3 (0:1)

GRUPPE 7:
Färöer - Rumänien 0:1 (0:0)
Litauen - Österreich 2:0 (0:0)
Frankreich - Serbien 2:1 (0:0)

GRUPPE 8:
Montenegro - Irland  0:0
Italien - Georgien 2:0 (1:0) 

GRUPPE 9:
FYR Mazedonien - Niederlande 1:2 (0:0)
Island - Schottland 1:2 (0:1)

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