Fr, 25. Mai 2018

Mordanklage

09.09.2008 11:49

Kinderleiche lag monatelang im Kofferraum

Ein unfassbarer Fall beschäftigt die Polizei im US-Bundesstaat Montana: Wahrscheinlich über mehrere Monate hinweg fuhr eine Mutter mit der Leiche ihres zweijährigen Sohnes im Kofferraum herum. Verwandten erzählte sie, der Bub wäre in staatlicher Fürsorge.

Ihr eigenartiger Fahrstil ließ die Frau schließlich auffliegen. Als Polizisten sie Ende Juli anhalten wollten, raste sie über mehrere rote Ampeln und krachte schließlich in ein geparktes Auto. Ihre elfjährige Tochter saß am Rücksitz. Im Kofferraum lag die Leiche ihres zweijährigen autistischen Sohnes - unbemerkt von der Polizei.

So wurde das Auto sichergestellt und auf einen Abstellplatz geschleppt, ohne dass das Kind entdeckt worden wäre. Man habe keinen Grund gehabt, den Wagen zu durchsuchen, hieß es von der Polizei.

Wegen des Unfalls besuchte aber schließlich das Jugendamt die Familie und begann bald nach dem Verbleib des Kleinkinds zu forschen. Dass sich der Bub nicht, wie von der Mutter angegeben, in der Fürsorge des Jugendamts befand, wurde den Beamten bald klar.

Schließlich gestand die Mutter: Er war bereits im Mai gestorben. Die Leiche des Buben legte sie in einen Müllsack gepackt in den Kofferraum ihres Wagens. Die Polizisten fuhren zum Abstellplatz und fanden in dem dort geparkten Auto die Überreste des Kleinkinds.

Angaben der Mutter, der Sohn wäre einem Unfall zum Opfer gefallen, stoßen offenbar auf wenig Glauben. Nun muss sich die Frau wegen Mordes verantworten. Sie wurde festgenommen.

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