So, 20. Mai 2018

Schüssel nicht dabei

08.09.2008 20:06

ÖVP-Bundesliste ohne Überraschungen

Der ÖVP-Vorstand hat am Montag eine Bundesliste für die Nationalratswahl am 28. September ohne Überraschungen beschlossen - prominente Quereinsteiger finden sich darauf nicht. Die ersten sieben Plätze sind für Regierungsmitglieder reserviert. Klubobmann Wolfgang Schüssel ist auf eigenen Wunsch nicht vertreten, wie Parteiobmann Wilhelm Molterer in einer Pressekonferenz erläuterte. Er hat aber gute Chancen, als Spitzenkandidat in seinem Wahlkreis Wien-Südwest den Einzug ins Parlament zu schaffen.

Für Molterer deckt die Bundesliste "die gesamte Bandbreite" der ÖVP ab. Die ersten 30 Plätze sind zwischen Männern und Frauen "halbe/halbe" aufgeteilt. Der Parteichef sieht in der Liste ein klares Signal der Verlässlichkeit, der Glaubwürdigkeit und der Professionalität.

Hinter dem Spitzenkandidaten Molterer folgen auf der Liste die Regierungsmitglieder Ursula Plassnik, Josef Pröll, Maria Fekter, Martin Bartenstein, Christine Marek und Johannes Hahn. Nicht vertreten ist wie angekündigt Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky sowie Staatssekretär Hans Winkler. Der Vizekanzler bezeichnete es als durchaus möglich, dass dieses Regierungsteam in dem einen oder anderen Punkt auch noch ergänzt werden könnte, wenn die ÖVP wieder in einer Koalition sein sollte.

Fuhrmann auf Platz acht vor ÖAAB-Obmann Neugebauer
Nach den Regierungsmitgliedern finden sich durchwegs Chefs von Teilorganisationen und langgediente Abgeordnete, die nicht fix mit einem Einzug über eine Landesliste oder ihren Wahlkreis rechnen können, auf der Liste. JVP-Chefin Silvia Fuhrmann steht auf Platz acht, gefolgt von ÖAAB-Obmann Fritz Neugebauer sowie den Abgeordneten Beatrix Karl, Erwin Rasinger, Gertrude Aubauer, Franz-Joseph Huainigg und der früheren Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat.

Wie viele dieser Abgeordneten tatsächlich im Nationalrat bleiben werden, hängt nicht nur vom Wahlergebnis ab, sondern auch davon, ob die ÖVP wieder in einer Regierung vertreten sein wird, weil dann die Regierungsmitglieder auf ihr Mandat verzichten. Allerdings sind die derzeitigen Regierungsmitglieder auch Spitzenkandidaten in Bundesländern, womit sie - im Fall der Oppositionsrolle - auch über die Landeslisten in den Nationalrat einziehen könnten. Derzeit ist die ÖVP mit sieben Mandataren über die Bundesliste im Hohen Haus vertreten.

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