Sa, 24. Februar 2018

Einfach umgedreht!

08.09.2008 15:21

23-Jähriger als Tunnel-Geisterfahrer ausgeforscht

In Lebensgefahr haben sich mehrere Autofahrer am Sonntag um sieben Uhr früh auf der Tauernautobahn bei Werfen im Bundesland Salzburg befunden: Ein zunächst unbekannter Geisterfahrer hatte mitten im Hieflertunnel umgedreht. Doch die Überwachungskamera hatte alles aufgezeichnet. So war das Autokennzeichen zu erkennen, der Lenker konnte ausgeforscht werden.

"Ich bin schon lange Tunnelwart", sagte Thomas Harlander von der Autobahnmeisterei in Golling. "Aber so etwas hab' ich noch nie erlebt. Ich hab' mich total erschreckt, als ich das am Bildschirm gesehen hab'." Jetzt liegt das Bildmaterial bei der Staatsanwaltschaft, die Autobahnpolizei in Anif hat es bereits gesehen.

"Ein Wunder, dass nichts passiert ist!"
"Ein Autofahrer hatte gerade zum Überholen angesetzt", sagt Gerit Winter von der Dienststelle. "Er hat gerade noch ausweichen können. Es ist wirklich ein Wunder, dass hier nichts passiert ist." Doch auf dem Video war noch mehr zu sehen: Bei dem Auto des Geisterfahrers handelte es sich um einen blauen Kombi der Marke Hyundai mit Pongauer Kennzeichen.

Lenker kann sich an nichts erinnern - und war betrunken
Der Unbekannte hatte in einer Tunnelnische umgedreht und war auf der falschen Seite in Richtung Villach weiter gerast. Um 16 Uhr war der Mann jedoch ausgeforscht: Es handelt sich um einen 23-jährigen deutschen Küchengehilfen, der sich das Auto vom Vater seines Freundes ausgeliehen hatte. "Ich kann mich an nichts erinnern", sagte der Geisterfahrer. Weil er sei "fort gewesen und auch betrunken"...

Weiteren Unfall verursacht
Wie die Polizei im Lauf der Nacht ermittelte, hat der Mann während seiner Alkofahrt noch einen Verkehrsunfall mit Sachschaden verursacht. Doch auch dabei hat sein Erinnerungsvermögen offenbar ausgesetzt: Wo sich der Unfall zugetragen hatte, konnte er nicht angeben. Eine der beiden Kennzeichentafeln wurde von einer Radfahrerin gefunden und bei der Polizeiinspektion im Salzburger Stadtteil Gnigl abgegeben. Knapp zwölf Stunden nach seiner Wahnsinnsfahrt hatte der gebürtige Deutsche noch immer 0,4 Promille, so die Polizei.

Kronen Zeitung und krone.at

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