Fr, 24. November 2017

Tragödie

07.09.2008 22:17

Unfalltoter erst nach vier Stunden gefunden

Erst als sein Handy läutete, ist nach vier Stunden ein tödlich verunglückter 20-jähriger Autofahrer aus Bad Goisern gefunden worden. Der Probeführerscheinbesitzer war in der Nacht zum Sonntag in Bad Ischl von der Salzkammergut Bundesstraße gerast und derart weit aus dem Fahrzeug geschleudert worden, dass eine Suche neben dem Wrack ergebnislos abgebrochen wurde.

Emotional aufgeregt dürfte sich der Baufacharbeiter Felix A. (20), der erst einen Probeführerschein besaß, in der Nacht zum Sonntag hinters Steuer seines Autos gesetzt haben. Zuvor hätte er mit einer Bekannten einen Streit gehabt, sodass sie befürchtete, dass er sich umbringt.

Als der junge Lenker mit überhöhtem Tempo durchs Bad Ischler Stadtgebiet fuhr, fiel er Feuerwehrleuten auf, die Polizisten informierten. Doch wenig später kam schon die Unfallmeldung: Um 23.10 Uhr war Felix A. in einer Linkskurve über die Böschung gerast, sein BMW riss einen zehn Zentimeter dicken Baum um, überschlug sich mehrmals und blieb nach 100 Metern demoliert liegen. Als Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie vom Lenker keine Spur.

"Wir wussten nicht, ob er rausgeschleudert worden war oder im Schock davongelaufen ist. Wir mussten aber die Suche erfolglos abbrechen, obwohl wir sogar unsere Wärmebildkamera eingesetzt hatten", berichtet Einsatzleiter Oberbrandinspektor Jochen Eisl von der FF Bad Ischl.

Noch in der Nacht sahen sich zwei Freunde des Unfalllenkers das Wrack an, fuhren gegen 3.30 Uhr zur Unglücksstelle - und hörten plötzlich ein Handy läuten: 30 Meter neben der Unfallstelle fanden sie daraufhin in einem dichten Gebüsch die Leiche des verunglückten Lenkers: A. dürfte durch einen Genickbruch auf der Stelle tot gewesen sein.

Von Johann Haginger, Oö. Krone

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