Di, 20. Februar 2018

Gasseil verfangen

08.09.2008 11:13

12-Jähriger mit Mini-Bike verunglückt

"Kauft's bitte nur Markenware!" Mit diesen Worten möchte die Angestellte Melanie Feier aus St. Stefan ob Stainz die Bevölkerung davor warnen, Mini-Motocrossmaschinen zu Dumpingpreisen zu kaufen. Die 33-Jährige weiß, wovon sie spricht, denn Sohn Matteo (12) verunglückte am Freitag mit einem Billig-Gerät im Wald.

Melanie Feier war über das Internet auf das Gerät gestoßen, hatte es um nur 550 Euro gekauft und ihrem Sohn am 12. Mai zum Geburtstag geschenkt. Die (für ein Maximalgewicht von 110 Kilo zugelassene) Mini-Motocrossmaschine ist nicht gerade ungefährlich, erreicht sie doch Geschwindigkeiten weit jenseits der 50 Stundenkilometer.

Der zwölfjährige Matteo, er wiegt gerade einmal 38 Kilo, brauste im hauseigenen Wald umher, vollführte kühne Sprünge - und hätte sich mit dem Billigprodukt beinahe das Genick gebrochen.

Gasseil verfing sich
Als der Bub Freitag gegen 13.30 Uhr bergab fuhr, verfing sich das Gasseil. Das Mini-Motorrad erreichte die Höchstgeschwindigkeit und war nicht mehr zu bremsen. "Ich bin abgesprungen", erzählt Matteo, "außer Kratzer ist mir nichts passiert. Motorrad fahren will ich nie mehr!" 

Als es im Wald neben dem Haus plötzlich still wurde, machten sich die Angehörigen große Sorgen - die Mutter, die 54-jährige Oma Gerlinde und der 58-jährige Opa Willibald. Erst als sich der Bub mit einem "alles okay" meldete, war die Welt wieder in Ordnung.

Nach dem Unfall wurde der Angestellten Melanie Feier bewusst, dass ihr Sohn auch hätte sterben können. Deshalb ihr Appell: "Wer billig einkauft, kann dafür oft teuer bezahlen..."

von Manfred Niederl, "Steirerkrone"

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