Sa, 26. Mai 2018

Kopf an Kopf

06.09.2008 16:41

Empfindliche Stimmverluste für Großparteien

SPÖ und ÖVP Kopf an Kopf um die 30 Prozent, die FPÖ vor den Grünen, BZÖ und LIF zwischen 3 und 4 Prozent - so würde das Nationalratswahl-Ergebnis in Oberösterreich aussehen, wenn diesen Sonntag gewählt würde. Wobei das Land ob der Enns traditionell so wählt wie ganz Österreich!

Es ist fast eine politische Faustregel: So wie sich die Oberösterreicher bei Nationalratswahlen entscheiden, so tut es auch Gesamt-Österreich. Kein Wunder deshalb auch, dass in Oberösterreich intensiver wahlgekämpft wird als irgendwo sonst. Denn wer Oberösterreich erobert hat, dem gehört auch ganz Österreich!

Wenige Wochen vor der Wahl am 28. September wollte die Oberösterreich-Krone das Stimmungsbild ausloten. Das renommierte Linzer Meinungsforschungsinsitut IMAS, traditionell mit seinen Prognosen besonders nahe an den tatsächlichen Ergebnissen, befragte in den vergangenen Tagen im Auftrag der Krone 711 Landesbürger - diese Zahl an Interviews bringt eine starke Aussagekraft.

SPÖ und ÖVP nur noch zwischen 29 und 31 Prozent
Die ersten Ergebnisse liegen jetzt vor. Sie dürften vor allem den  ehemaligen Großparteien wenig Freude bereiten: Denn sowohl Sozialdemokraten wie auch Volkspartei, die bei den Nationalratswahlen 2006 hierzulande noch auf 36,1% (SP) und 35,2% (VP) kamen, schwanken nun nur noch zwischen 29 und 31 Prozent. Ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 1! IMAS-Meinungsforscher Andreas Kirschhofer: "Das bedeutet in beiden Fällen empfindliche Stimmenverluste gegenüber der Nationalratswahl 2006."

Das Rennen um Platz 3 dagegen scheint zumindest vorentschieden: Die FPÖ - in Umfragen traditionell unterbewertet - liegt derzeit in Oberösterreich zwischen 15 und 17 Prozent, die Grünen - meist Umfrage-Kaiser - folgen mit 13 bis 15 Prozent dahinter.

Noch keineswegs über den Berg ist derzeit jedenfalls in Oberösterreich das BZÖ von Jörg Haider und seiner Schwester Ursula Haubner: Die drei bis vier Prozent in der Krone-IMAS-Umfrage (gleicher Wert wie beim LIF) könnten für den Einzug ins Parlament zu wenig sein. Noch schwieriger ist die Prognose für die neuen Parteien. Andreas Kirschhofer: "Sie dürften aber allenfalls drei bis vier Prozent der Stimmen an sich ziehen."

Von Klaus Herrmann, Krone Oberösterreich

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