Sa, 24. Februar 2018

Klima im Wandel

06.09.2008 00:21

Düstere Wetterprognosen für Kärnten

Die möglichen Auswirkungen des Klimawandels (die "Krone berichtete) sind für Kärnten Chance und Schock zugleich: Während der Tourismus zunächst von der Erwärmung profitieren könnte, drohen uns Hochwasser, Lawinen, Felsstürze und Murenabgänge. Wie sich der Klimawandel auf einzelne Gemeinden in Österreich auswirken könnte, wird anhand eines Projektes in Wolfsberg getestet. Die Erkenntnisse dienen der Erstellung von Gefahrenzonenplänen. Wie denkst du über den Klimawandel speziell in Kärnten? Du kannst am Ende der Story mitdiskutieren!

Das Klimamodell "Remo" hat, wie berichtet, mit noch nie dagewesener Genauigkeit errechnet, wie sich das Klima bis zum Jahr 2100 verändern könnte. Die Daten, welche die Computer des deutschen Max Planck-Institutes ausgespuckt haben, sind nun die Grundlage für das Projekt "ClimChAlp", bei dem die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf Gemeinden prognostiziert werden.

Tut Kärnten was gegen den Klimawandel? Mach mit bei der Abstimmung in der Infobox!

"Dabei wurde das mittlere Lavanttal als Projektgebiet ausgewählt", erklären Walter Seher von der Wiener Universität für Bodenkultur und Projektleiter Jochen Bürgel vom Umweltbundesamt. Denn diese Region könnte von den Prozessen des Klimawandels besonders stark betroffen sein: Enorme Naturgewalten wären die Folge. "Starkniederschläge könnten Hochwasser, Muren und Rutschungen auslösen", wissen die Experten.

Starker Temperaturanstieg
In dem Bericht wird bis zum Ende des 21. Jahrhunderts von einem Temperaturanstieg im Sommer von drei bis fünf und im Winter von vier bis sechs Grad ausgegangen. Dies könnte, so wie die Zunahme der Niederschläge im Winter, schwere Folgen haben:

> Die Schneedecken wie auch die Gletscher werden stark zurück gehen.

> Es zeigt sich, dass Tiere und Pflanzen immer höhere Lagen besiedeln. Ein Verlust der Vielfalt droht.

> Starke Regenfälle könnten Hochwasser auslösen.

> Da Fichten nur noch in größeren Höhen wachsen könnten, wären Murenabgänge die Folge.

> Eine Abnahme der Lawinengefahr gilt als wahrscheinlich. Bei starken Niederschlägen könnte es dennoch kritisch werden.

> Es drohen Felsstürze.

Gefahrenzonenpläne
Die Abteilung 18 der Kärntner Landeregierung entwickelt Gefahrenzonenpläne, in die solche Szenarien einfließen. Stefan Schober von der Landesregierung erklärt: "Die Pläne werden flächendeckend für ganz Kärnten erstellt und dienen dann den Gemeinden als Grundlage für die Flächenwidmung und die Bebauung. Wir geben den Gemeinden die Empfehlung, diese gefährdeten Flächen aus Schutzgründen nicht zu bebauen."

Wie denkst du über den Klimawandel speziell in Kärnten? Sag uns deine Meinung! (siehe unten)

Von Thomas Leitner/Kärntner Krone

Symbolbild

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