Di, 20. Februar 2018

"Republik klagen"

05.09.2008 12:59

"ProSchulsport" kämpft bald mit harten Bandagen

85.000 Menschen unterstützten eine steirische Initiative: Weil unsere Politik nichts weiterbringt, drohen Aktivisten von "ProSchulsport" jetzt gar eine Klage gegen die Republik Österreich an...

Wieder einmal kommt eine Wahl, und wieder einmal wird das Blaue vom Himmel versprochen. Wenns um die Umsetzung geht, dann, ja dann hat die Politik aber meist schwere Gedächtnislücken. In der Steiermark etwa gibt es eine hochlöbliche Initiative, die sich "ProSchulsport" nennt. Ihr Motor, Professor Ferdinand Tutsch, hat über die Jahre schon etliche Paar Laufschuhe verschlissen, in jahrelangem Klinkenputzen in Politikerbüros.

Er hat sich den Mund fusselig geredet, bei allerhand zuständigen und nicht zuständigen Ministern und Landesräten - und man hat ihm immer Recht gegeben. Ja, mehr Bewegung für unsere Jugend, damit sie nicht so fett wird...

85.000 Unterschriften bereits eingereicht
85.000 Unterschriften hat die Initiative gesammelt, hat sie im Parlament eingereicht. Dort vergammeln sie in irgendeinem Rundarchiv, passiert ist bis dato damit absolut nichts...

Jetzt starten Tutsch & Co. einen letzten Anlauf: Die Parteichefs wurden mit einem Forderungsprogramm konfrontiert: Eine tägliche Sportstunde in der Volksschule, mindestens vier Wochenstunden bis zur 9. Schulstufe, drei Wochenstunden in weiterführenden Schul-Typen und auch verpflichtenden Sportunterricht in den Berufsschulen.

Klage gegen Republik wird geprüft
Und noch etwas prüft die Initiative: eine Klage gegen die Republik Österreich, weil sie ihrer Bildungsaufgabe nicht nachkommt. "Bildung besteht nicht nur in geistiger, sondern auch in der körperlichen - sprich gesundheitlichen - Ausbildung", argumentiert Tutsch. Und wie schrieb schon der alte Römer Juvenal: "Mens sana in corpore sano" - ein gesunder Geist in einem gesunden Körper...

von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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