Mo, 19. Februar 2018

Privatsphäre ade

05.09.2008 07:58

Jewgeni Kaspersky will Internetzugang per Pass

Jewgeni Kaspersky, Gründer des russischen Sicherheitssoftware-Herstellers Kaspersky Lab, lässt mit einem streitbaren Vorschlag aufhorchen: Wer künftig ins Internet einsteigt, soll das mit einem personalisierten Pass tun - so könne ein Großteil der Cyberkriminellen aufgehalten werden. Privatsphäre im WWW würde damit allerdings auch der Vergangenheit angehören.

"Ich würde gern meine Privatsphäre aufgeben im Tausch, nicht so viel Spam und Viren zu erhalten", so Jewgeni Kaspersky gegenüber "El Pais". Seinem Stellvertreter Stanislav Shevchenko zufolge sei eine "elektronische Identifikation aller Benützer" bereits in zehn Jahren Normalität, außerdem würden dann sämtliche Daten aus dem Internet gespeichert und automatisch überwacht.

Kaspersky zufolge ist die Aufgabe der Privatsphäre durch personalisierte Pässe die einzige Möglichkeit, einer neuen Form der Cyberkriminalität beizukommen - dem C2C (Kriminelle an Kriminelle). Gegen diese Form der Geschäftemacherei, bei der Hacker Schadprogramme und dadurch gewonnene Daten an andere Kriminelle verkaufen, sei bisher kein wirksames Mittel gefunden, klagte Kaspersky an. Besonders der Politik wirft er Versagen vor.

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