Fr, 25. Mai 2018

WM-Qualifikation

04.09.2008 13:47

Rumänien und Serbien planen Auftaktsiege ein

Abseits des österreichischen WM-Qualifikations-Auftakts gegen Frankreich am Samstag im Wiener Happel-Stadion planen Rumänien und Serbien die ersten drei Zähler auf dem langen Weg nach Südafrika 2010 ein. Die beiden Co-Favoriten in der Österreich-Gruppe 7 bestreiten ihre ersten Auftritte vor jeweils eigenem Publikum gegen die beiden "Underdogs" Litauen und Färöer. Alles andere als klare Siege wären faustdicke Überraschungen.

Rumäniens Teamchef Victor Piturca musste im Vorfeld der Partie in Cluj-Napoca jedoch mit einigen Unannehmlichkeiten kämpfen. Neben den verletzungsbedingten Absagen seiner Stars Adrian Mutu (Fiorentina/Rippe) und Christian Chivu (Inter/Schulter) sowie der Stammkräfte Razvan Rat und Florentin Petre brachte den 52-Jährigen auch die Ansetzung eines Ligaspiels von Steaua Bukarest am Montag - dem Tag der Teamzusammenkunft - in Rage.

Probleme mit Steaua Bukarest
"Steauas Verantwortliche haben gezeigt, dass sie nicht an den Resultaten des Nationalteams interessiert sind", zürnte Piturca, der vier Spieler des Vizemeisters einberufen hatte. Gegen die Litauer sowie vier Tage später auf den Färöer ist trotzdem das Punktemaximum eingeplant. "Die Zielsetzung besteht darin, sechs Punkte einzufahren. Ich denke, dann können wir in Ruhe Frankreich empfangen", richtete Piturca bereits ein Auge auf die Heimpartie gegen den Vize-Weltmeister am 11. Oktober in Constanta.

Der Erfolgscoach setzt im rumänischen Lager auf Konstanz und die Erfahrungen aus dem souveränen Auftritt in der EURO-Quali, als die Karpaten-Truppe auch die Niederlande bändigten. Bei der EURO selbst aber enttäuschten die Rumänen. "Das Land, das das Maximum an Punkten gegen die kleineren Teams mitnimmt und am beständigsten ist, wird die Qualifikation schaffen", meinte Piturca, dessen Team erstmals am 1. April 2009 auf Österreich trifft. Gruppenfavorit Frankreich hat mit den Spielen in Österreich und in Paris gegen Serbien ein schweres Programm zum Auftakt gewählt.

Serbiens Supertalent Krkic spielt für Spanien
In Serbien drehte sich vor dem Auftakt gegen die Insel-Kicker im "Roter Stern-Stadion" von Belgrad alles um das 18-jährige Supertalent Bojan Krkic vom FC Barcelona. Der lange Zeit in der Primera Division tätig gewesene Neo-Teamchef Radomir Antic wollte den serbisch-spanischen Doppelstaatsbürger ins Team lotsen, handelte sich dabei aber eine Absage ein. Der Flügelstürmer steht nun im Kader des Europameisters.

Für den 59-jährigen Antic, der auf Salzburg-Legionär Sasa Ilic setzt, lautet das Zauberwort Disziplin. Die EURO-Teilnahme hatten die Serben unter dem Spanier Javier Clemente mit oft überheblichen Auftritten gegen vermeintlich kleine Gegner leichtfertig verpasst. "Gute Individualisten bedeuten nicht unbedingt ein gutes Team. Aber ich werde 24 Stunden am Tag arbeiten, um unser Potenzial herauszuholen", erklärte Antic, der im serbischen Team die "richtige Mischung aus Jugend und Erfahrung" finden will.

"Ich verspreche, dass jene Spieler, die ich auswähle, ihr Bestes geben werden. Weil ich nichts anderes verlange", meinte der Nachfolger des entlassenen Miroslav Djukic. Nach dem Auftakt gegen die Färöer tritt Serbien am Mittwoch im Stade de France an. Österreich empfängt die Serben am 15. Oktober im zweiten rot-weiß-roten Heimspiel der Qualifikation.

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