Sa, 24. Februar 2018

Arm in Gefahr

03.09.2008 17:14

Fensterheber haben oft keinen Einklemmschutz!

Jedes fünfte von über 500 vom ADAC getesteten Autos hat keinen Einklemmschutz an allen Fensterscheiben. Für Kinder ist ein fehlender Schutz besonders gefährlich. Sie greifen mit den Fingern ins geöffnete Autofenster oder stecken den Kopf aus dem ungesicherten Schiebedach. Wird unglücklich der Schalter berührt, besteht Verletzungsgefahr. Immerhin wirken bei elektrischen Schließsystemen Kräfte bis zu 30 Kilo.

Der ADAC stellt fest, dass an den wichtigsten Fenstern – nämlich den hinteren Scheiben, an denen die Kinder oft unbeaufsichtigt spielen – sogar am häufigsten ein Schutzmechanismus fehlt. Zu den Modellen, die weder auf der Fahrerseite noch auf der Beifahrerseite und an den hinteren Seitenscheiben eine automatische Schutzvorrichtung haben, gehören unter anderem der Daihatsu Terios, der Ford Ranger oder der Hyundai Tucson.

Bei den Schiebedächern ist die Lage etwas besser. Die meisten sind heute mit dem intelligenten Mechanismus ausgestattet. Dennoch gibt es Ausnahmen. Weder der Honda Jazz noch der Chrysler PT Cruiser, der VW Eos oder der KIA Magentis haben einen Einklemmschutz für das Schiebedach - und dies sind nur einige Beispiele.

Damit Finger, Hände, Hals und Kopf unbeschädigt bleiben, empfiehlt der ADAC, Kinder nicht unbeaufsichtigt im Fahrzeug zu lassen. Der Zündschlüssel sollte abgezogen werden. Fenster und Schiebedach dürfen nicht mit der Schlüsselfernbedienung geschlossen werden, wenn kein Sichtkontakt mit dem Fahrzeug besteht. Wer wissen möchte, ob sein Fahrzeug über einen Einklemmschutz verfügt, kann dies mit Hilfe eines Tennisballes ganz einfach überprüfen. Ist der Schutz vorhanden, fährt das Fenster bei einer Ballberührung automatisch wieder ein Stück zurück. In der Regel wird dies in der Bedienungsanleitung beschrieben. Dem Nachwuchs sollte man erklären, welche Gefahren bei elektrischen Schließvorrichtungen bestehen.

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