Do, 22. Februar 2018

'Drohendes Unglück'

04.09.2008 19:56

Kriminalrästel um "Farbattentat" auf Amt

In einer Behörde des Landes Steiermark geht die Angst um: Schon zum zweiten Mal wurden in der Abteilung 15 (Wohnbauförderung) auf dem Grazer Dietrichsteinplatz im Kontrollreferat rote, blutspritzerähnliche Farbkleckse entdeckt. Es wird befürchtet, dass es sich um Drohsymbole handelt, weil jemand mit dem Amt Probleme hat. Die Polizei nimmt die Sache sehr ernst.
Zum ersten Mal wurden die roten Flecken am Freitag entdeckt, am Montag waren neue zu sehen - zwei auf der Tür, einer auf der Amtstafel, die daneben an der Wand hängt. Was einen stutzig macht, ist, dass der Klecks auf der Tafel genau neben dem Namen einer Beamtin platziert wurde, die sich mit einem brisanten Fall befassen musste: "Wir bekamen eine anonyme Anzeige, dass eine Klientin unrechtmäßig Wohnbeihilfe bezog", sagte der Abteilungsleiter Hofrat Siegfried Kristan. Und eben diese im Kontrollreferat tätige Beamtin, deren Namen rot markiert wurde, recherchierte diesen Fall, was zur Folge hatte, dass die Klientin eine Menge Geld zurückzahlen muss. Worüber sie sich natürlich nicht freut. Deshalb steht sie nun in Verdacht, dass sie die Farbkleckserin sein könnte, oder auch ihr aus dem Nahen Orient stammender Lebensgefährte.

"Drohendes Unglück"
Es gab nämlich auch den Hinweis, dass die roten Flecken in dessen Heimat "drohendes Unglück" symbolisieren. Bei Recherchen der "Krone" konnte das aber niemand bestätigen - für den Mann und seine Lebensgefährtin gilt die Unschuldsvermutung.

Am Montag wurden von der Polizei die Spuren gesichert. Ungeklärt ist, wie der Täter ins Gebäude gelangte. Hofrat Kristan: Die Tür ist von sechs bis 18 Uhr offen." Zur Amtszeit dürfte der Unbekannte kaum zum Pinsel gegriffen haben, da hätte man ihn gesehen. Deshalb wird vermutet, dass er in der Nacht ins Haus kam. Die Kripo ermittelt.

"Wir schauen, dass es zu einer Lösung kommt"
Mittlerweile gab es im Amt auch ein Gespräch mit der betroffenen Klientin, die so viel Geld zurückzahlen muss: "Wir schauen, dass es zu einer Lösung kommt, die für sie annehmbar ist", sagte der Abteilungsleiter am Dienstag zur "Krone".

von Peter Riedler, "Steirerkrone"

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