So, 19. November 2017

Im Wald versteckt

31.08.2008 18:43

Hanfplantagen ausgehoben

Hinweise aus der Bevölkerung haben Polizisten in Bad Ischl (Bezirk Gmunden) zu mehreren Drogenplantagen geführt. Alle Felder waren in Waldlichtungen angelegt. Die Pflanzen wurden von den Beamten mittlerweile abgeerntet und vorläufig sichergestellt.

Im Zuge umfangreicher Ermittlungen gelang der Suchtgift-Gruppe des Bezirkes der Clou. Das zuletzt gefundene Feld hatte eine Größe von rund 180 Quadratmetern. Dabei konnten insgesamt 464 Stück Cannabispflanzen sichergestellt werden. Wie hoch der Schwarzmarktwert ist, könne man noch nicht sagen, so die Polizei. Die Pflanzen müssten erst noch getrocknet, die Blüten abgewogen und der THC-Anteil festgestellt werden.

Weitere Ermittlungen über die Hintergründe der Wald-Plantagen werden derzeit durchgeführt. Die Polizei vermutet jedoch einen Zusammenhang mit dem Fund einer In- und Outdoor-Plantage im Bezirk Gmunden Mitte August. Neben der noch nicht vollständig gereiften Outdoor-Plantage stellte die Polizei damals in der Wohnung eines 33-jährigen Oberösterreichers knapp eineinhalb Kilo abgeerntete Cannabisblüten und eine voll automatisierte Steuerungsanlage sicher. Zudem fanden die Ermittler 80 weitere Hanfpflanzen.

Die Hanfbauern hoffen jetzt auf schlechte Ernte
Die drei erwischtenCannabis-Bauern aus Bad Ischl, denen die Polizei  insgesamt 464 Stauden abgeerntet hat, hoffen jetzt, dass sie bei der Aufzucht geschlampt haben. Denn nun wird der Drogen-Inhalt der Pflanzen analysiert. Und je höher dieser ist, desto höher wird auch die Strafe. Die Ischler Polizisten müssen die Haschischstauden jetzt wie Profis an Leinen trocken und nach einer Woche die klebrigen Blätter mühsam mit der Hand abzupfen. Dann wird die kiloweise Ernte eingesackt und nach Linz zur kriminaltechnischen Untersuchung geschickt, wo der Reinheitsgehalt der Eigenbaudroge analysiert wird. Das verhaftete Trio steht im Verdacht, gewerbsmäßig zunächst die Pflänzchen zuhause aufgezogen und dann in den Wäldern angepflanzt zu haben.

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