Di, 17. Oktober 2017

Immerhin 10.000 ¿

08.09.2008 14:49

Finder von Jagger-Ring schenkt Belohnung her

Jener Salzburger, der den bei den Festspielen verloren gegangenen Platinring von Bianca Jagger gefunden hat, hat angekündigt, den Finderlohn, der ihm per Gesetz zusteht, seiner zwölfjährigen Tochter Sarah zu schenken. Reinhard Ringler aus Hof im Flachgau stehen für den Fund möglicherweise 10.000 Euro zu – schließlich soll das von Jagger selbst entworfene Schmuckstück 200.000 Euro wert sein. Das Geld soll auf das Sparbuch seiner Kleinen wandern. Mit der Ex-Frau von Rolling Stone Mick Jagger ist er allerdings noch nicht in Kontakt getreten.

Die in London lebende Menschenrechtsaktivistin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises hatte den mit einem 15-Millimeter-Aquamarin und kleinen Brillanten verzierten Platinring während ihres Festspielbesuches in der Stadt Salzburg auf dem Ginzkey-Platz verloren. Am 22. August klaubte ihn dort der Inhaber einer Firma auf und schenkte ihn seiner Tochter, weil er annahm, es handle sich um einen Schlüsselanhänger. "Ich dachte, der sei maximal 30 bis 40 Euro wert."

„Ich hab lachen müssen“
Vergangenen Donnerstag las Ringler auf seinem Tunesien-Urlaub über Jaggers Verlust in der Zeitung. "Ich bin ein ehrlicher, seriöser Geschäftsmann und hätte nicht mehr schlafen können, wenn ich den Ring behalten hätte. Aber ich hab auch lachen müssen, weil ich ja zuerst dachte, es sei ein Schlüsselanhänger." Er erkundigte sich bei einem Juwelier über den Wert des Fundgegenstandes und ließ den Schmuck noch am selben Tag von einer Bekannten auf die Polizeiinspektion Hof bei Salzburg tragen.

„Sie soll lernen, mit Geld umzugehen“
Der Salzburger Firmenchef hat nun seinen Rechtsanwalt Paul Kreuzberger mit dem Fall beauftragt. Bisher wisse er weder Adresse noch Telefonnummer von Frau Jagger oder deren Sprecher, sagte Ringler. Sein Anwalt wird sich um den Finderlohn kümmern. Wenn das Geld am Sparbuch ist, soll Sarah - sie geht jetzt ins Gymnasium - mit einer Bankomatkarte monatlich etwa 30 Euro abheben können. Das sei eine gute Gelegenheit zu lernen, wie man mit Geld umgeht, so der Geschäftsmann.

Jagger wurde Versicherungsbetrug unterstellt
Der Leiter des Stadtkriminalreferates Salzburg, Andreas Huber, hatte Jagger vergangene Woche die Nachricht per Telefon mitgeteilt. "Sie ist sehr erfreut, gleichzeitig aber auch enttäuscht, weil ihr der mediale Rummel wehgetan hat." Frau Jagger sei Versicherungsbetrug unterstellt worden, obwohl der Ring nicht einmal versichert war. Die Gemeinde Hof hat den Ring als zuständige Fundbehörde mittlerweile in Verwahrung genommen.

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