Mi, 22. November 2017

Ernte vernichtet

25.08.2008 16:51

Unwetter zerstört Gemüseernte rund um Eferding

Das Eferdinger Landl ist nicht nur ein Gemüseparadies, sondern blieb Jahrzehnte lang von schweren Unwettern verschont. Deshalb sparten sich viele kleine Landwirte die Versicherungsprämie für ihre Felder. Mit fatalen Folgen: Sie müssen nun bangen, ob der Katastrophenfonds des Landes überhaupt einspringt.

"Der Landesrat Stockinger verkündet überall, dass wir Bauern aus dem Katastrophenfonds entschädigt werden. Ich war gerade auf der Bauernkammer: Die haben mir gesagt, dass nur Hagelversicherte eine Entschädigung bekommen. So eine haben aber nur zwanzig Prozent der betroffenen Bauern. Ich bin ein kleiner Landwirt und hab auch keine. Bei uns hat es doch siebzig Jahre lang kein Unwetter mehr gegeben", ärgerte sich ein Bauer aus Eferding am Krone-Telefon. Er wollte aber aus Angst vor Nachteilen anonym bleiben.

"Alles was versicherbar ist, ist rein rechtlich gesehen keine Katastrophe, deshalb springt auch nicht der Katastrophenfonds des Landes ein. Ein Hangrutsch wie bei Gmundner Gschliefgraben ist hingegen nicht versicherbar, da kommt der Fonds zum Einsatz", so Landesrat Josef Stockinger: "Das Land zahlt ohnedies den Bauern die Hälfte der Hagelversicherung. Der Katastrophenfonds springe in solchen Fällen nur ein, wenn die wirtschaftliche Existenz gefährdet sei."

Ob der Enns sind 84 Prozent der 290.000 Hektar Anbauflächen hagelversichert. Die Hagelversicherung musste heuer landesweit bereits 13 Millionen Euro für Schäden blechen.

Von Christoph Gantner und Eva Helfrich, Oö. Krone

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