Zum Selberbauen

Eigenbau-SSD aus Speicherkarten

Elektronik
12.08.2008 12:26
Der japanische Hersteller Photofast hat einen Adapter vorgestellt, mit dem Nutzer aus Flash-Speicherkarten selbst eine Solid-State-Disk (SSD) im 2,5-Zoll-Format bauen können. Verwendet werden dafür SDHC-Karten, wie sie beispielsweise in Digitalkameras oder Handys zum Einsatz kommen. Mit sechs Speicherkarten der höchsten derzeit erhältlichen Kapazität könnte so eine Eigenbau-SSD mit der Kapazität von 192 Gigabyte gebastelt werden, die beachtliche Lesegeschwindigkeiten erreicht.

SDHC-Karten sind ein gängiges Speichermedium für tragbare Geräte und werden von vielen Foto- und Videokameras, Media-Playern oder Handys unterstützt. Beim Photofast-Adapter werden Speicherkarten verwendet, um eine 9,5 Millimeter dicke SATA-SSD zu basteln, die wie gängige 2,5-Zoll-Modelle in Notebooks verbaut werden kann. Laut Hersteller können mit den Eigenbau-SSDs auf Basis von Class-6-SDHC-Karten Lesegeschwindigkeiten von bis zu 130 Megabyte pro Sekunde (MBps) erreicht werden. Das liegt nahe an vielen aktuellen SSDs, die mit rund 150 MBps aufwarten, kann mit absoluten Top-Modellen aber nicht ganz mithalten. Der Hersteller Micron hatte erst kürzlich SSDs mit bis zu 250 MBps Lesegeschwindigkeit für das vierte Quartal angekündigt.

Beachtlich ist jedenfalls die maximale Kapazität, die mit dem Adapter erzielt werden kann. Class-6-SDHC-Speicherkarten sind derzeit mit bis zu 32 GB Speicherplatz erhältlich, sechs Stück davon würden demnach eine 192-GB-SSD ergeben. Zum Vergleich bieten im Juli vorgestellte SSD-Modelle der kalifornischen OCZ Technologies maximal 128 GB und selbst die angekündigten Micron-SSDs werden mit maximal 256 GB auf den Markt kommen.

Ganz billig wäre die 192-GB-SSDs im Eigenbau allerdings nicht. Für Class-6-SDHCs mit 32 GB sind selbst bei günstigen Anbietern rund 300 Euro pro Stück zu berappen. Dazu kommen umgerechnet rund 60 Euro für den Adapter selbst. Günstige 8-GB-SDHC-Karten gibt es dagegen schon um rund 20 Euro, eine 48-GB-SSD im Eigenbau käme also auf etwa 180 Euro. Kann ein Anwender überzählige Speicherkarten aus älteren Geräten verbauen, käme die eigene SSD noch günstiger. (pte)

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele