Mo, 11. Dezember 2017

Temelin

13.08.2008 09:08

Oberösterreich soll sich Atom-"Lobby" halten

Die (ganz offiziellen) Geldflüsse vom Land Oberösterreich zu Tschechiens Temel¡n-Gegnern sorgen derzeit für Diskussionen mit kritischen Untertönen bei unseren tschechischen Nachbarn: Oberösterreich halte sich Lobby-Gruppen, heißt es da zum Beispiel. Doch die Atomlobby selbst investiert weit mehr Geld.

 Die oberösterreichische Regierung stellt den tschechischen Anti-Atomvereinigungen fast eine halbe Million Euro zur Verfügung, haben tschechische Medien nun entdeckt. Es geht zum Beispiel um 73.488 Euro für den Verein "In der Havariezone" des AKW Temel¡n oder um 32.748 Euro für die "Südböhmischen Mütter gegen Atomgefahren". Bei ersterem Verein deckt das Geld aus Oberösterreich mehr als 80 Prozent des Gesamtbudgets; er finanziert damit Fachexpertisen und eine Zeitung, engagiert sich in Verwaltungsverfahren und Rechtsschritten gegen den Atommeiler.

Kritische Untertöne, damit halte sich Oberösterreich eine eigene Lobby gegen Temel¡n, lässt Oberösterreichs Anti-Atom-Beauftragter Radko Pavlovec nicht gelten: Erstens finanzieren sich die tschechischen Organisationen aus verschiedenen Quellen, auch aus EU-Mitteln. Zweitens ist all dies wenig gegen die Millionen, die man in Tschechien in PR-Kampagnen pro Atomkraft  die von 50 Prozent der Leute abgelehnt wird  pumpt.

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