Mi, 24. Jänner 2018

Bizarrer Streit

02.08.2008 15:01

US-Richter erhebt Striptease zur Kunstform

Gut zwei Jahre lang ist vor einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Iowa darüber gestritten worden, ob es sich bei einem Club in der Ortschaft Hamburg um ein Kulturzentrum oder ein Striptease-Lokal handelt. Richter Timothy O’Grady fällte nun ein Urteil in dem Prozess, dem ein äußerst heikler Vorfall vorausgegangen war.

Ausgerechnet die 17 Jahre alte Nichte des Sheriffs hatte am 21. Juli 2007 die Bühne des "Shotgun Geniez" bestiegen und ihre Hüllen fallen gelassen. Clubbesitzer Clarence Judy erhielt daraufhin eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.

Judy machte jedoch geltend, dass das entsprechende Gesetz nicht angewendet werden dürfe, wenn es sich um "ein Theater, eine Konzerthalle, ein Kunstzentrum, Museum oder ein ähnliches Etablissement" handle, in dem es künstlerische Darbietungen gebe. Ein gut zwei Jahre andauernder Rechtsstreit entbrannte.

Richter O’Grady entschied nun, dass Striptease unter den Begriff Kunst falle. Die Staatsanwaltschaft habe keinen Beweis dafür erbracht, dass es sich bei dem Club nicht um ein Theater handle, erklärte er. Bei der Staatsanwaltschaft sieht man das anders: Man werde das Urteil möglicherweise anfechten, hieß es.

Clubbesitzer Judy kann das inzwischen egal sein: Er hat das "Shotgun Geniez" Anfang der Woche verkauft.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden