Do, 23. November 2017

Insektenplage

29.07.2008 18:32

¿Quälgeister¿ wechseln sich ab!

Ob sonnig und trocken oder feucht und trüb: Irgendeine Insektenart fühlt sich in Oberösterreich immer wohl! Das feuchte Juli-Wetter ließ Gelsen - und natürlich Nacktschnecken - gedeihen, kaum ist es trocken, beenden die Wespen ihre Nestbau-Pause und legen wieder los. Fast allwettertauglich sind nur die Ameisen.

Derzeit leiden die Oberösterreicher besonders unter der Gelsenplage. „Auf einem Quadratmeter Wasser entwickeln sich 1000 Gelsen, die schnellsten in nur zehn Tagen“, erklärt Dr. Fritz Gusenleitner vom Linzer Biologiezentrum. Auch die Nacktschnecken lieben es feucht und fressen sich jetzt durch die Gärten. Wenn darin ein Igel haust, hält sich die Population in Grenzen, ansonsten hilft abklauben. „Ja nicht zerkleinern und liegenlassen, das ist Kraftfutter für die kannibalischen Artgenossen“, warnt Gusenleitner. Wenn´s schon Gift sein muss, empfiehlt er den Wirkstoff Eisen-III-Phosphat. „Der verschont die Igel.“ Sein billiger und gesunder Tipp gegen lästige Gelsen: ein Baldachin über dem Bett.

Geteilt sind die Meinungen zu den „Ohrenschliefern“: Für die einen sind sie nützliche Vertilger von Insekten wie Blattläusen, für die anderen schädliche Vernichter von Erdbeeren und Pflanzenwurzeln. Besondere Überlebenskünstler sind die Ameisen, die aber nur in der Küche zur Belästigung werden. „Sie sind sozial organisiert, das ist ihr großer Vorteil“, weiß Gusenleitner. „Sie füttern sich gegenseitig, überstehen so auch schlechte Zeiten, und das macht sie so stark.“

 

Foto: Klemens Groh

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