Sa, 25. November 2017

Futuristische Idee

21.07.2008 18:26

Prozessorkühlung mit flüssigem Metall

Das dänische Unternehmen Danamics hat einen CPU-Kühler entwickelt, der Prozessoren mithilfe von flüssigem Metall kühl hält. "LM10", so der Name der Entwicklung, soll zu den leistungsstärksten Kühlsystemen zählen und sogar Wasserkühlungen in den Schatten stellen. Angetrieben wird der Kreislauf durch elektromagnetische Pumpen. Über die Zusammensetzung der Metalllegierung schweigt sich das Unternehmen allerdings aus.

Die fortschreitende Entwicklung und Miniaturisierung der Prozessortechnologie stellt vor allem Unternehmen, die an Kühlsystemen arbeiten, vor zunehmende Schwierigkeiten. Die Anforderungen an die Geräte sind, dass sie zuverlässig und effizient arbeiten sowie kompakt konstruiert sein sollen, konkretisiert das dänische Unternehmen auf seiner Webseite.

Dem nicht näher spezifizierten flüssigen Metall kommt eine Schlüsselrolle in dem System zu. Einerseits verfüge es über eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit und führe somit Hitze rasch ab. Andererseits ermögliche es den Einsatz der elektromagnetischen Pumpen. Diese haben den Vorteil, dass sie keine beweglichen Teile enthalten. Somit entstehen im Betrieb keine Vibrationen sowie Geräusche. Außerdem wird die Leistungsaufnahme bei rund einem Watt sehr gering gehalten.

Kühler auch für Laptops geeignet, Start ungewiss
LM10 sei ein echtes All-in-One-Produkt, so Danamics. Alle nötigen Teile des kompakten Kühlsystems - inklusive der Kühlflüssigkeit - sind fix in dem Gerät verbaut. Es sind keine externen Komponenten wie Flüssigkeitstanks oder große Kühlrippen notwendig. Daher könne das Kühlsystem auf einfache Weise in ein Computersystem integriert werden. Danamics weist darauf hin, dass sich LM10 durch seine kompakte Bauweise und den energiesparenden Betrieb für den Einsatz in PCs, Workstations und auch Laptops eigne. Bedeckt hält sich das 2005 gegründete Unternehmen jedoch beim Preis für die innovative Kühlmethode. Wann das Produkt kommerziell erhältlich sein wird, ist ebenfalls noch nicht bekannt. (pte)

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