Mo, 20. November 2017

Temposünder

19.07.2008 10:07

Polizei verfolgt Raser mit Tempo 300

Da die EU-Politik nicht für gleiches Recht für alle Raser sorgt, verfolgt jetzt die oö. Polizei ausländische Temposünder mit superschnellen „Abfangjägern“: Die getarnte „Honda XX“ mit 300 km/h Spitze und zwei neue „Yamaha FJR2“ mit 278 km/h holen jeden ein.

36.000 Euro machte dafür Landes-Verkehrsreferent Erich Haider (SP) flüssig, um nicht nur Sicherheit und Einnahmen zu erhöhen, sondern auch eine Ungerechtigkeit auf den Autobahnen zu beenden: Allein vom A 1-Überkopfradar in Ansfelden wurden heuer schon 48.000 Ausländer geblitzt, denen trotz neuen EU-Vollstreckungsgesetzes keine Strafbescheide zugestellt werden können: „Weil eine zentrale Koordinierungsstelle für Auslandszustellungen fehlt, müssten unsere BH-Beamten 17 Sprachen lernen“, kritisierte Haider, dass nur Österreicher, Deutsche, Schweizer und Liechtensteiner zur Kasse gebeten werden, der Rest aber „gratis“ rast.

Deshalb forderte auch FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner, dass ausländische Raser auf den heimischen Autobahnen sofort bestraft werden. „Das geschieht bereits verstärkt“, erklärt nun Polizei-Oberst Josef Reiter seine Strategie in Eigenregie: Er setzt neben den 14 Radarautos drei neue superschnelle Motorradstreifen und zehn extra geschulte Hochgeschwindigkeitspiloten ein. Sie warten ein paar Kilometer weiter auf Funkdurchsagen und Temposünder, um sofort Bußgelder und Sicherheitsleistungen von 35 bis 1500 Euro zu kassieren.

Ein rumänischer Maserati-Fahrer, der mit 245 km/h durch unser Land gebrettert ist, zahlte den Höchstpreis.

Foto: Hannes Markovsky

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