Di, 24. Oktober 2017

Tirol-OÖ-Bündnis?

11.07.2008 18:33

„Bauernrebell“ traf sich mit Dinkhauser

Die „Abtrünnigen“ der VP überlegen, sich in Oberösterreich zusammenzutun: Fritz Dinkhauser, der mit seiner VP-Abspaltung in Tirol auf Anhieb 18 Prozent schaffte, traf sich am Freitag mit „Bauernrebell“ Leo Steinbichler, der danach eine Kooperation als realistisch bezeichnete. VP-intern kriselt es: Immer mehr Landespolitiker gehen auf Distanz zur Bundespartei.

„Es war ein menschlich sehr gutes Gespräch“, schildert Steinbichler das erste Treffen mit Dinkhauser, bei dem es den VP-Rebellen erst einmal ums Kennenlernen und Ausloten ihrer Positionen ging. Konkrete Kooperationspläne seien nicht gewälzt worden: „Wir wollen das erst noch verarbeiten und sich setzen lassen.“

Inhaltlich stehe einer Oberösterreich-Kandidatur der „Liste FRITZ“ mit Steinbichler an der Landesspitze nichts im Wege: „Seine Ideen gegen verkrustete Strukturen und für einen Demokratisierungsschub und meine Projekte für die Bauern sind ein Ding.“

Die Entscheidung könnte kurzfristig fallen: „Die Unterschriften für die Kandidatur hätte ich schnell beisammen“, so Steinbichler.

Innerhalb der VP liegen Landes- und Bundespartei immer offener im Clinch: Nach LH Josef Pühringer kritisiert nun auch Landesvize Franz Hiesl die „überfallsartige Neuwahl-Entscheidung“, Landesrat Josef Stockinger fordert indirekt den Abgang von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky. Besonders sauer sind die Landespolitiker darüber, dass die Bundespartei den Linzer Peter Sonnberger bei der Volksanwalts-Wahl abblitzen ließ. „Die Vertrauensbasis ist arg ramponiert“, meint Hiesl.



 

 



Foto: Joachim Maislinger

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