Di, 12. Dezember 2017

Zustand stabil

10.07.2008 18:52

Polizist liegt nach Wespenstich im Tiefschlaf

Es war um Haaresbreite! Drei Wespen stachen – wir berichteten exklusiv – den Polizisten Gerhard St. (46) in seinem Garten in Bad Kreuzen. Er hatte nichts von seiner lebensgefährlichen Insektenallergie gewusst, erlitt einen Herz-Kreislaufstillstand. Sein Zustand gilt als stabil, er soll aber vorerst bis Samstag im künstlichen Koma bleiben.
Drei Wespenstiche hätten den Gruppeninspektor der Landesverkehrsabteilung der Polizei beinahe das Leben gekostet. Gerhard St. gab seiner Frau Bescheid, ging dann ins Haus duschen. Plötzlich wurde ihm schlecht, er legte sich nieder. Seine Frau alarmierte die Rettung, die Rot-Kreuz-Sanitäter mussten aber den Polizisten schon reanimieren. Gerhard St. wurde vom ÖAMTC-Hubschrauber „C 15“ ins Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern nach Linz geflogen. Dort liegt Gerhard St. nun im künstlichen Tiefschlaf. Sein Zustand ist laut Oberarzt Johann Reisinger von der Intensivstation „stabil“, man müsse abwarten. Das Wespenopfer soll bis Samstag im medizinisch herbeigeführten Koma bleiben.


Jeder zehnte Oberösterreicher ist auf Insektenstiche. Im Vorjahr gab es zwei Tote nach Attacken der geflügelten Tierchen: In Waldzell kostete im August der Stich einer einzigen Hornisse den dreifachen Vater Georg Lang (43) das Leben. Sie hatte sich ins Schlafzimmer verirrt und sich auf das Kinn von Lang gesetzt. Als er sie verscheuchen wollte, stach die Hornisse zu. Wenig später kollabierte der Bauer.


Einen Monat zuvor war nach Dutzenden Stichen von Erdwespen der ebenfalls dreifache Vater Karl Haas (47) aus Scharnstein verstorben. Er hatte beim Mähen ein Wespenvolk aufgeschreckt. Der herzkranke Mann starb kurz nach dem Angriff.


Überlebt hat hingegen Monika Nemec (39) aus Bad Ischl die Begegnung mit einer Wespe – dank ihrer Tochter Elisabeth, siehe auch unser Interview. Das mutige Mädchen durfte später das ORF-Friedenslicht holen.


Foto: H. Bellmann
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