Mi, 13. Dezember 2017

Pilzliebhaber

09.07.2008 19:59

"Wer klug ist, lässt sich beraten"

Der heftige Regen der vergangenen Tage war ein Segen für die heimischen Schwammerln. Nun sprießen sie an allen Ecken und Enden aus dem Boden und wecken die Sammelleidenschaft der Oberösterreicher. Wer sich bei seiner „Beute“ nicht ganz sicher ist, der kann sich an die Linzer Pilzberatung wenden. Ein Expertenteam berät die Sammler und schlägt bei giftigen Funden sofort Alarm.

Obwohl vor allem im Mühlviertel Eierschwammerln und Herrenpilze prächtig gedeihen, bleibt unser schönes Bundesland vom „Schwammerltourismus“ Gott sei Dank verschont. Friedrich Sueti von der Mykologischen Arbeitsgemeinschaft (siehe Interview) spricht von einem Morchel-Rekordjahr 2008.

„Der Edelpilz ist normal sehr selten und wird auf dem Markt zu hohen Preisen gehandelt, doch dieses Frühjahr sammelte ich ihn kiloweise“, so der Pilzfreund. Auch 2006 war ein besonders erfolgreiches Jahr für Sammler. Bernd Hawa von der Lebensmittelaufsicht konnte insgesamt 664 Nachfragen notieren: „Heuer ist ein ganz normales Pilzjahr, bis Juli wurden 25 Beratungen in Anspruch genommen.“

Sammler, die sich bei ihrem Fund nicht sicher sind, sollten ihre Pilze vom Fachmann unter die Lupe nehmen lassen. Der Verzehr unbekannter Exemplare kann durchaus lebensgefährlich sein: „Schon einige der vorgezeigten Pilze sind ungenießbar oder sogar giftig“, so Hawa. Das sechsköpfige Team der Pilzberatung steht Montag bis Freitag von 7.30 bis 9.00 Uhr im Linzer Neuen Rathaus (1. Stock, Zimmer 1043) als Ratgeber zur Verfügung.


Geschütze Exemplare wirklich stehen lassen“
Der Vorsitzende der Mykologischen Arbeitsgemeinschaft, Friedrich Sueti (63) aus Linz weiß, worauf es beim Schwammerlsuchen ankommt. Lesen Sie hier seine Tipps.
Herr Sueti, auf was sollte man beim Schwammerlsuchen besonders achten?
Erstens sollte man keine giftigen Pilze ernten. Auch geschützte Exemplare gehören nicht in den Korb. Zum Beispiel ist der „Brätling“ laut Gesetz geschützt.
Wie schaut’s mit den gesetzlichen Sammelbeschränkungen aus?
Beschränkungen, wie beispielsweise in Kärnten, gibt’s bei uns nicht. Trotzdem empfehle ich, nicht mehr als zwei Kilo mit nach Hause zu nehmen.
Wer ist ihr persönlicher Favorit unter den Pilzen?
Ich bin ein echter „Morchel“-Fan. Heuer war ein ausgesprochen gutes Jahr für diese Delikatesse. Am besten schmecken sie mir mit Ei zubereitet.


Foto: Johannes Markovsky

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