Sa, 18. November 2017

Kokain-Transport

02.07.2008 07:43

Ex-Weltmeister drohen jetzt drei Jahre Haft

Auf Crash-Kurs ist der Welser Ex-Seitenwagen-Weltmeister Christian Parzer (46), der mit 150 Gramm Kokain erwischt wurde. Nun drohen dem Sportler, der Gerüchten zufolge im Rotlichtmilieu aktiv war, bis zu drei Jahre Haft. Das geplante Motorradrennen kommende Woche in England dürfte ohne ihn stattfinden.

„Wir hätten auf der ,Isle of Man´ noch ein Rennen fahren sollen“, sagt Klaus Klaffenböck, der Fahrer im bekannten Seitenwagengespann Klaffenböck/Parzer. Er ist gemeinsam mit seinem Kollegen seit dem Jahr 2003 nur noch so zum Spaß einmal im Jahr beim weltberühmten Rennen auf der englischen ,Isle of Man` angetreten. „Wir waren jetzt wieder drei Wochen zusammen, er hat mir dabei auch erzählt, dass er bei einer Automatenfirma arbeitet“, so Klaus Klaffenböck. Während des Rennens auf der Insel seien sie beide auch auf Drogen untersucht worden - und die Tests waren negativ.

Jetzt drohen dem bekannten Sportler, der auch einmal Vize-Weltmeister war und zweimal den dritten Platz im Seitenwagen-Championat belegt hatte, bis zu drei Jahre Haft. In dem geliehenen Auto, das er zu schnell über die Westautobahn bei Haid kutschierte und deshalb gestoppt wurde, lagen bekanntlich 150 Gramm Kokain. Und damit war die Grenze der „kleinen Menge“ Suchtgift von 15 Gramm weit überschritten.

Die Erklärung des Ex-Weltmeisters, dass ihm ein Unbekannter das Paket im Wert von 10.500 Euro in Ybbs (NÖ) in den Mercedes gelegt habe und er es nach Linz zu zwei ihm nicht bekannten Afrikanern bringen solle, nehmen ihm die Ermittler nicht ab.

Suchtgifthandel kann Christian Parzer nicht angelastet werden, er sitzt wegen des Vorwurfs des Drogenbesitzes und -transports in Haft. Die Unschuldsvermutung gilt.

Ein Drogentest sei negativ gewesen. Für wen das Kokain bestimmt war, ist unklar.


Foto: Weiser

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