Fr, 24. November 2017

Wanderunfall

02.07.2008 12:33

18-jähriger Amerikaner stürzt in den Tod

Ein junger Amerikaner aus Utah ist am Montag im Großglockner-Gebiet tödlich verunglückt. Der Jugendliche war mit 45 anderen Schülern unterwegs, rutschte aus und stürzte in das Bachbett der Leiterschlucht. Der junge Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Die Polizei schließt Fremdverschulden aus.

Das Unglück passierte gegen 12.30 Uhr beim Abstieg von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Die jungen Wanderer waren am sogenannten "Haritzersteig", einem mit Seilen gesicherten Wanderweg auf 1750 Metern Seehöhe, unterwegs und wollten zum Wasserfall in der Leiterschlucht. Bergretter Harald Rader: "Durch den starken Regen in der Nacht zuvor war das Gelände sehr rutschig."

Hilfe kam zu spät
Das wurde dem 18-Jährigen zum Verhängnis. Er rutschte auf dem regennassen Steig aus und stürzte 30 Meter in das Bachbett der Schlucht. Zwei Begleiter liefen sofort talwärts und ersuchten andere Wanderer die Rettung zu verständigen. In der Zwischenzeit stiegen zwei Mitschüler zum Verletzten ab und leisteten Erste Hilfe. Eine Flugärztin konnte aber nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen. Fremdverschulden wird bei diesem Unfall ausgeschlossen.

Klassenkameraden unter Schock
Zum Unfallhergang selbst gibt es keine Zeugenaussagen. Bekleidet war der Schüler mit Turnschuhen, kurzer Hose und T-Shirt.

Alpinpolizist Franz Dullnig: "Der Weg war ordnungsgemäß gesichert und wird üblicherweise problemlos begangen. In diesem Fall kam für den amerikanischen Schüler aber leider jede Hilfe zu spät." Den Polizisten, Bergrettern und der Besatzung des "Alpin 6"-Helikopters blieb nur noch die schreckliche Aufgabe, die Leiche des Schülers zu bergen. Die Klassenkameraden stehen unter Schock.

Auf Kultur- und Wanderreise
Der 18-Jährige war Mitglied einer 92-köpfigen Schülergruppe einer High School aus Utah/USA. Die Schüler befanden sich auf einer Kultur- und Wanderreise in Österreich. Untergebracht sind sie in einem Quartier in Lienz.

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