Do, 23. November 2017

Raab-Schaum

01.07.2008 22:30

Gewässerüberprüfung startet

Die Raab wird mit der am Montag im oststeirischen Gleisdorf offiziell eingeführten "Raab-Survey" nun von einem österreichisch-ungarischen Expertenteam überwacht. Der von Österreich nach Ungarn führende Fluss hatte im vergangenen Jahr wegen seiner Schaumbildung für bilaterale Irritationen gesorgt. Bei dem grenzüberschreitenden Untersuchungsprogramm sollen bis zum Herbst an mehreren Stellen Proben entnommen und anschließend ein Bericht vorgelegt werden, erklärte Wilfried Schimon, Leiter der Sektion Wasser im Umweltministerium.

Die "Raab-Survey" ist Teil eines von der Raab-Task-Force im vergangenen Herbst präsentierten Aktionsprogramms und soll nicht nur Kenntnisse über die Wassergüte der Raab liefern, sondern auch das bilaterale Vertrauen zwischen Österreich und Ungarn stärken, so Schimon. Eine derartige grenzüberschreitende Überprüfung sei bisher nur an der Donau und am Rhein erfolgt.

80 Substanzen werden analysiert
Kernaufgabe des bilateralen Expertenteams ist es, den Gewässerzustand über das gesamte Längsprofil des Flusses und der auf ihn wirkenden Einflussfaktoren herauszufiltern. Neben 28 Stellen für Probeentnahmen werden auch die Abwässer von "24 maßgeblichen Einleitern" - darunter auch die großen Lederfabriken Boxmark und Wollsdorf - kontrolliert. 80 Substanzen sollen analysiert werden. Bis Mitte Juli sollen die Proben gezogen werden, dann erfolgt die Analyse, erklärte Schimon das Prozedere.

Zusätzliche Föderung für Boxmark
Nahezu zeitgleich mit der Präsentation der "Raab-Survey" hat die steirische Landesregierung eine zusätzliche Förderung für die oststeirische Lederfabrik Boxmark, die ihre Abwässer in die Raab leitet, beschlossen. Statt der ursprünglich vorgesehenen 175.000 Euro aus dem Wirtschaftsressort sollen nun insgesamt 400.000 Euro beigesteuert werden. Der Grund sei, dass Boxmark seine Investitionen zur Reduzierung des Raab-Schaums von einer Million Euro auf zwei Millionen Euro im steirischen Werk und zusätzlichen drei Millionen Euro im burgenländischen Werk aufgestockt habe, so der zuständige Landesrat Christian Buchmann (ÖVP).

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden