Do, 23. November 2017

Online-Training

30.06.2008 12:56

Gratis-Simulator für sicheres Surfen im Internet

Ob Phishing, Malware oder Spam: Die Liste im Internet lauernder Gefahren ist lang. Damit User künftig nicht mehr in die Falle tappen, hat Microsoft in Zusammenarbeit mit der Universität München eine Webplattform namens "IRBI" (Internet Risk Behaviour Index) ins Leben gerufen. Die kostenlose Simulationsplattform soll es Anwendern laut Microsoft ermöglichen, "typische sicherheitsrelevante Situationen beim Umgang mit einem Online-PC gefahrlos durchzuspielen" und das eigene Verhalten gegenüber potenziellen Internetgefahren zu testen.

Die Online-Simulation ist dabei als adaptive Lernumgebung konzipiert. IRBI zeigt beispielsweise Bildschirme und Fenster häufig benutzter Anwendungen und Websites täuschend ähnlich an und testet so, wie gut ein Internetnutzer gefährliche von ungefährlichen Seiten unterscheiden kann. Für richtige oder falsche Entscheidungen – der User muss sich zu diesem Zweck lediglich per Mausklick für eine von mehreren rot markierten Aktionen entscheiden - gibt es dann Punkte und unmittelbares Feedback. Auf diese Weise soll der Anwender lernen, sein Sicherheitswissen richtig einzuschätzen.

Unsichtbare Gefahren im Web
"Viele Nutzer machen heute schlechte Erfahrungen im Internet", erklärt Thomas Baumgärtner, Pressesprecher von Microsoft Deutschland. Dabei würden die meisten Internetuser bei gezielten Sicherheitsangriffen aus dem Netz gar nichts davon mitbekommen. Mit der IRBI-Plattform wolle man betroffenen Usern in solchen Situationen helfen. "Entscheidend ist hierbei der Umstand, dass die Anwender es zumeist selbst gar nicht beurteilen können, ob sie sich in Bezug auf Sicherheitsbedenken im Netz richtig verhalten", erläutert Baumgärtner. Die gestartete Simulationsplattform wirke in dieser Hinsicht "wie ein Führerschein fürs Auto". Ihr Ziel sei es, die Nutzer in der Praxis abzuprüfen und sie so insgesamt für das Thema Online-Sicherheit zu sensibilisieren.

Realitätsnahe Erfahrungen mit Online-Bedrohungen
Entwickelt wurde das der Plattform zugrunde liegende System von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Idee dahinter: In Form einer Simulation soll es dem Anwender möglich sein, realitätsnah Erfahrungen mit Bedrohungen zu sammeln, die ihm in der Online-Welt begegnen können. "Das Repertoire des IRBI umfasst derzeit 15 Szenarien zu aktuellen Online-Gefahren", schildert Baumgärtner. Darunter zu finden sind etwa Simulationen zu verschiedenen Spielarten des Identitätsdiebstahls, wie sie beim Ausspionieren persönlicher Informationen über Webplattformen oder beim Phishing eine zentrale Rolle spielen. Außerdem simuliert das System unterschiedliche Tricks, mit denen Angreifer schädliche Programme wie Viren und Trojaner auf die PCs von Anwendern schleusen.

Weitere Risiko-Szenarien geplant
Microsoft plant, neue Risiken im Web regelmäßig in IRBI-Simulationen umzusetzen, um das System so stets am aktuellsten Stand zu halten. Außerdem soll rund um die Plattform eine Community entstehen, in der sich Nutzer über real erlebte Online-Gefahren austauschen und Situationen zum Repertoire beisteuern können. "Die Palette an möglichen Simulationen wird kontinuierlich erweitert. Wir setzen in dieser Hinsicht auch auf die User selbst. Sie haben die Möglichkeit in Form von Feedback mit zu entscheiden, welche neuen Szenarien mit IRBI simuliert werden sollen", so Baumgärtner abschließend.

Wer selbst testen möchte, wie gut er sich mit den Gefahren im Internet auskennt, findet die IRBI-Simulation über den Link in der Infobox. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine kostenlose Registrierung sowie die Installation des – ebenfalls kostenlosen – Silverlight-Plugins von Microsoft. (pte und krone.at)

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