Mo, 20. November 2017

Trotz Schülerminus

30.06.2008 16:53

Lehrer müssen heuer nicht um Posten zittern

Wie die "Steirerkrone" bereits vor einer Woche berichtet hat, müssen steirische Lehrer im kommenden Schuljahr trotz erneuten Schülerrückgangs nicht um ihre Posten zittern. In der Steiermark werden aller Voraussicht nach "so gut wie alle Lehrer" ihre Posten behalten können, erklärte am Montag der steirische Landesschulrat in einer offiziellen Aussendung. Begründet wird diese Entwicklung mit der "Neuen Mittelschule" (NMS), einem Sonderprogramm für Kinder mit sogenannten sonderpädagogischen Förderbedarf und der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl.

Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz errechnete für den Herbst einen Rückgang rund 3.500 Schülerinnen und Schülern. Das würde rund 320 gestrichene Lehrerposten für die Steiermark bedeuten. Doch die "Neue Mittelschule", das Sonderprogramm und die Klassenschülerhöchstzahl bescherten 248 Lehrern im neuen Jahr einen Arbeitsplatz. Hinzu kämen noch Pensionierungen: Alleine von September 2007 bis April 2008 seien 135 Pädagogen in den Ruhestand getreten und mit Schulschluss seien es erneut viele, so Erlitz.

NMS schafft 22 neue Stellen
"Zum ersten Mal seit Jahren müssen die Lehrer in diesem Jahr nicht um ihre Stellen zittern," versicherte der Landesschulratspräsident. Auch die Angst, wonach die "Neue Mittelschule" auf Kosten der "normalen Schule" gehe, hätte sich nicht bewahrheitet. Konkret werden durch die NMS 22 Dienstposten geschaffen, die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl bringt 126 neue Lehrerjobs und die zusätzlichen Stellen für das Sonderprogramm beschert 100 Pädagogen einen Arbeitsplatz.

1.778 Pädagogen warten derzeit auf einen Job
Laut Landesschulrat seien in den Schuljahren 2000/2001 bis 2005/2006 rund 1.100 Lehrerposten gestrichen worden. Derzeit warten 1.778 Pädagogen - davon 578 für AHS und 1.200 für Pflichtschulen - auf einen Job.

Symbolbild

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